Baden organisiert Schutz für Ärzte. Durch Kontakte des Bürgermeisters werden Ärzte mit Desinfektionsmittel versorgt.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 24. März 2020 (04:27)
Am Telefondienst im Sitzungssaal: Gemeinderätin Gertraud Auinger-Oberzaucher, Stadträtin Angela Stöckl-Wolkerstorfer und Gemeinderat Peter Koczan.
privat

Auf Initiative von ÖVP-Bürgermeister Stefan Szirucsek ist es gelungen, eine größere Menge an Desinfektionsmittel zu organisieren, um die niedergelassenen Ärzte in der Stadt Baden zu unterstützen. Diese Chance ergab sich „durch einen persönlichen Kontakt“, erklärte der Stadtchef. An eine erste Gruppe wurden am Freitag am Badener Bauhof im Zehnminuten-Takt insgesamt 1.050 Liter Hand- und Oberflächendesinfektionsmittel ausgegeben. Die zweite Gruppe Badener Ärzte soll im Laufe der Woche die nächste Lieferung an Desinfektionsmittel bekommen. Die Mediziner wurden im Vorfeld angeschrieben.

Bürgermeister Stefan Szirucsek bei seiner Ansprache.
Screenshot

„Das ist ein Beispiel dafür, dass wir zusammenarbeiten müssen, um die Herausforderung der Corona-Epidemie gemeinsam zu meistern“, erklärte der Stadtchef in einer Ansprache auf Facebook. Gleichzeitig appellierte er an die Bevölkerung, zu Hause zu bleiben und nur für dringende Erledigungen das Haus zu verlassen. „Gemeinsam schaffen wir das“, ist er überzeugt.

Szirucsek betont, dass die Stadtführung sofort aktiv wurde, um eine Versorgung der Risikogruppe sicherzustellen, freiwillige Helfer unbürokratisch zu vernetzen und für einen verlässlichen Informationsfluss zu sorgen. Parallel dazu wurde der für Katastrophenfälle vorgesehene Notfallplan umgesetzt, der die Aufrechterhaltung der städtischen Infrastruktur sichert.

„Das ist ein Beispiel dafür, dass wir zusammenarbeiten müssen, um die Herausforderung der Corona-Epidemie gemeinsam zu meistern“

Er freue über „eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft“ von freiwilligen Helfern, ihren Beitrag zu leisten. Auch die Mandatare des Gemeinderates erklärten sich sofort bereit, ihren persönlichen Beitrag zu leisten, indem sie abwechselnd am Badener Hilfstelefon sitzen.

Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne), die das Management des Freiwilligendienstes übernommen hat, schwärmt: „Wir ziehen hier wirklich alle an einem Strang, jeder möchte seinen Beitrag leisten. Dazu zählen nicht nur die Gemeinderäte, sondern auch alle Freiwilligen, die Lieferdienste übernehmen, die heimische Wirtschaft, all jene, die in der Facebook-Gruppe ,Füreinander Baden‘ aktiv sind und nicht zu vergessen unsere Schutzengel, die in der Pflege und im Gesundheitssystem dafür sorgen, dass in Baden auf niemanden vergessen wird.“

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