Triestingtaler helfen Erdbeben-Opfern in Kroatien. Im Triestingtal übertraf eine Hilfsaktion, angeregt von Poolfirma Grabner, für Erdbebenopfer in Kroatien die Erwartungen.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 06. Januar 2021 (06:03)

Kurz nach dem schweren Erdbeben in Kroatien kontaktierte Mario Grabner den Verein TRIDOK: Er wollte im Namen seiner Pool-Firma einen Lkw und Busse samt Fahrer zur Verfügung stellen, um Hilfsgüter in das Krisengebiet zu bringen. Allerdings brauche es jemanden vor Ort, um sich um die Verteilung zu kümmern.

Nach einem Facebook-Aufruf auf der Vereinsseite von TRIDOK meldete sich der Verein „Flame of Peace“ der Familie Habsburg-Lothringen, der sich bereit erklärte, die Abwicklung in Kroatien und die Verteilungsorganisation in den betroffenen Gebieten zu übernehmen.

Viele wollten helfen: Kartons sogar aus Vöslau besorgt

Nach einem erneuten Aufruf um Hilfe in der Gruppe „Verein TRIDOK-Sektion Triestingtaler für Triestingtaler“ vorige Woche wurden die Geschäfte im Triestingtal fast leer gekauft. Die Telefone liefen heiß und Berge an Hilfsgütern wurden gesammelt.

Sogar von Bad Vöslau mussten Kartons besorgt werden, weil sich so viele Menschen an der Aktion beteiligen wollten. Wichtig war, dass alles gut verpackt und die Pakete beschriftet wurden.

Auch die Bürgermeister Daniel Pongratz (SPÖ) aus Pottenstein, Johann Miedl (ÖVP) aus Weissenbach und Franz Rumpler (ÖVP) beteiligten sich, wo und wie sie konnten. Der Weissenbacher Ortschef steuerte auch etwas zu den Fahrtkosten bei.

Vorigen Sonntag wurde in Weissenbach, Pottenstein und Berndorf dann alles in einen großen Lkw und einen Transporter der Firma Grabner Pool verladen. Dabei war man sich anfangs nicht sicher, ob man den Lkw voll bekomme. Bei einer der Abgabestellen haben die Organisatoren übrigens Mirjana Klipic aus Niemtal getroffen. Ihre Geschichte ist besonders tragisch, denn ihr 81-jähriger Vater ist unmittelbar vom Erdbeben betroffen. Er hat sein ganzes Hab und Gut verloren.

Die Fahrt nach Kroatien kann nach Freigabe der Hilfsorganisationen losgehen. Gerhard Pertl, Josef Seewald, Marvin Grabner und Marco Seewald sowie Perica Kodzik werden sich nach der Freigabe sofort auf den Weg in das Krisengebiet machen, um die Güter den Erdbebenopfern zu übergeben.