Viele Hände helfen beim „Team Kottingbrunn“ mit. „Team Kottingbrunn“ versorgt Bedürftige im Lockdown mit Alltagsdingen.

Von David Steiner. Erstellt am 19. Dezember 2020 (04:13)

Meist braucht es keine Heldentaten, um das Leben von Mitmenschen zu verbessern. Kleine Hilfeleistungen im Alltag machen auf Dauer einen großen Unterschied.

Das zeigen aktuell die Kottingbrunnerinnen und Kottingbrunner, die Angehörige von Risikogruppen mit Mahlzeiten, Lebensmitteln und Medikamenten beliefern. Das „Team Kottingbrunn“ wurde im ersten Lockdown im März ins Leben gerufen und vor wenigen Wochen reaktiviert. Anfallende Lieferdienste werden vom Gemeindeamt aus an eine Gruppe von Helfenden disponiert. Eine von ihnen ist Simone Mumm, die sich bereits im März freiwillig meldete. Als Mutter leitet sie tagtäglich ein kleines Familienunternehmen. In der Gemeinde zu helfen, ist ihr dennoch ein Bedürfnis.

„Ich finde, dass sich Menschen untereinander generell helfen müssen, nicht nur in der Krise. Mir ist es ein Anliegen, dass sich Menschen verstehen und helfen, wenn jemand in Not ist“, erklärt Mumm. Deswegen sei das „Team Kottingbrunn“ eine Initiative genau nach ihrem Geschmack.

Nach dem Frühjahr bereits zum zweiten Mal engagiert sich auch Sandra Sandpeck im Rahmen des „Teams Kottingbrunn“ für ihre Mitmenschen. „Bei uns in der Gegend gibt es viele ältere Herrschaften. Ich will der Gesellschaft etwas zurückgeben“, sagt die Kottingbrunnerin. Die IT-Angestellte arbeite seit März von zu Hause und kann sich oft die Mittagspause so einteilen, dass sich ein Hilfsdienst ausgeht.

An angegebenen Tagen werden die Freiwilligen von der Gemeinde kontaktiert und gefragt, ob sie Zeit hätten. Kurz vor zwölf Uhr mittags holen sie dann etwa eine Wärmebox mit Mahlzeiten vom Gasthaus Smrcka, einem der teilnehmenden Betriebe. Vor Ort erhalten sie auch die Zieladressen. Die Gemeinde plant diese nach Möglichkeit so, dass die Bestellungen in einer Route abgefahren werden können. In etwa einer Stunde können bis zu neun Haushalte versorgt werden.

Die Übergabe erfolge kontaktlos und es werde auf die geltende Abstands- und Hygienebestimmungen geachtet. Die Hilfsbedürftigen freuen sich über die Unterstützung und auch den lokalen Betrieben ist ein Stück weit geholfen. „Wir bemühen uns, alles zu tun, um unser Gasthaus zu erhalten“, erzählt Gastwirtin Inge Smrcka.