Viel Hilfe aus dem Triestingtal für Kroatien . Aus dem Triestingtal gab es viele Initiativen auch von Privatpersonen. Die Firma Grabner aus Pottenstein plant eine weitere Hilfsfahrt. Benötigt werden Baumaterialien.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 22. Januar 2021 (04:55)
Hilfe bei der Anlieferung und Verteilung der vielen Sachspenden gab es von den Feuerwehren St. Veit, Leobersdorf und Moscenicka Draga.
privat

Die Firma Grabner Pool überbrachte mithilfe der „Flamme des Friedens“ erst kürzlich ins Erdbebengebiet in Kroatien Hilfsgüter. Firmenchef Mario Grabner wäre nochmals bereit, dies zu tun, nachdem sich die Firma Obi bereit erklärt hat, Baumaterialien im Wert von 10.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Sollten sich mehrere Baumaterialspender finden, könnte man auch größere Mengen liefern.

Der Verein „Flamme des Friedens“ ist nun auf der Suche nach Baumaterial- und Geldspendern, um im Erdbebengebiet Kroatiens effizient helfen zu können.

„Nach wie vor bebt die Erde in Kroatien und es gab auch vorige Woche erneut große Schäden zu verzeichnen. Wir müssen da einfach helfen und bitten deshalb auch um Unterstützung“, appelliert Vivien Rose, die Delegierte für Kroatien der „Flamme des Friedens. Finanzielle Soforthilfe kann mit dem Betreff „Soforthilfe für Erdbebenopfer in Kroatien“ an den Verein zur Förderung des Friedens auf IBAN AT36 3200 1156 überwiesen werden. Auch Johannes Weinbauer half: „Aufgrund meiner langjährigen Verbundenheit mit dem Fischerstädtchen Moscenicka Draga und der vielen dort gewonnen Freundschaften habe ich mich entschlossen, eine private Hilfsaktion in enger Absprache mit der Gemeinde Moscenicka Draga, zu starten.“

Gemeinsam mit einigen Privatpersonen und Kameraden der Feuerwehren St. Veit und Leobersdorf konnten mit insgesamt sechs Fahrzeugen Hilfsgüter geliefert werden. Die Gemeinde und die Feuerwehr Moscenicka Draga veranlassen den Weitertransport in das 240 km entfernte Bebengebiet.

Sachspenden und Geld gesammelt

Neben den Sachspenden konnten mittlerweile auch mehr als 6.000 Euro gesammelt werden, die auf ein extra von der Gemeinde Moscenicka Draga eröffnetes Spendenkonto überwiesen werden. Die Spenden kamen nicht nur aus St. Veit, sondern vom gesamten Triestingtal sowie von Kollegen der Volksbank Wien AG.

Die Gemeinde Moscenicka Draga wird mit den Geldspenden zwei Jungfamilien, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, beim Wiederaufbau ihrer komplett zerstörten Häuser unterstützen. Die kroatische Gemeinde versprach, über den Baufortschritt und die widmungsgemäße Verwendung der Spendengelder zu berichten. „Ein Dank gilt allen Spender, sowohl für die Sach- als auch die Geldspenden und den vielen Helfern, allen voran Marianne Ringhofer aus St. Veit und den vielen St. Veiter Feuerwehrkameraden für das Sortieren, Schlichten und Verladen der Hilfsgüter“, beschreibt Johannes Weinbauer.

Er bedankt sich auch bei den Feuerwehren St. Veit und Leobersdorf ebenso wie den Firmen Elektro Wedl, St. Veit, Malerei Dieter Wiskocil, Berndorf, Holztransporte Rene Bauer, St. Veit und Gasthaus Gabi und Walter Jankowitsch.