Ukraine-Hilfe in Baden ist ungebrochen

Erstellt am 23. März 2022 | 13:30
Lesezeit: 3 Min
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Die freiwilligen Helfer der Notschlafstelle in der Pfarre St. Christoph heißen geflüchtete Menschen aus der Ukraine willkommen. Foto: Fussi
Foto: Foto: Fussi
Hilfsfonds für Flüchtlinge aus der Ukraine gestartet. Umzug der Notschlafstelle von St. Josef nach St. Christoph.
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Die Welle der Hilfsbereitschaft in Baden ist weiterhin groß. „Rasche, unbürokratische Hilfe ist das Gebot der Stunde“, wissen Bürgermeister Stefan Szirucsek, ÖVP, und Vizebürgermeisterin Helga Krismer, Grünen. „Auch die Mandatare aller Fraktionen beweisen in dieser Ausnahmesituation Zusammenhalt und haben der Einrichtung eines Soforthilfefonds zugestimmt.“

Geflüchtete Familien aus der Ukraine erhalten im Rahmen des Anmeldeprozesses bei der Stadtgemeinde Gutscheine von in Baden ansässigen Betrieben als Willkommensgeschenk. In der Sitzung des Gemeinderates soll für diesen Fonds ein Budget von 25.000 Euro genehmigt werden.

„Eine Welle der Hilfsbereitschaft rollt durch unser Pfarrheim, getragen von vielen top motivierten Helfern“

Unterdessen ist die von Uta Reimers ins Leben gerufene Notschlafstelle von der Pfarre St. Josef nach St. Christoph gewechselt. Seit Freitag ist das Team rund um Pfarrer Bogdan Pelc zuständig. Zwei Schlafräume für etwa 30 Personen befinden sich im Untergeschoß, der kleine Pfarrsaal wurde zum Speisesaal umfunktioniert, wo auch Menschen, die in Zimmern ohne Kochgelegenheit wohnen, zum Essen kommen dürfen. „Eine Welle der Hilfsbereitschaft rollt durch unser Pfarrheim, getragen von vielen top motivierten Helfern“, heißt es dazu im Tagebucheintrag der Pfarre. „Ich danke voller Demut allen tollen Menschen, die gemeinsam ein Zeichen der Nächstenliebe setzen“, schwärmt Initiatorin Reimers.

Jeden Mittwoch findet ab sofort von 14 bis 16 Uhr im Theater am Steg ein Badener Vernetzungstreffen für Ukrainer statt. Mit Stand 17. März sind 165 Geflüchtete aus der Ukraine in Baden.

Willkommensfest am 2. April

Für 2. April ist zudem ein Willkommensfest von 15 bis 18 Uhr im Theater am Steg geplant. Ausrichter ist die Initiative www-baden.hilft.eu. "Wir begrüßen alle in Baden angekommenen ukrainischen Familien und deren Unterstützer. Ein Nachmittag zum Kennenlernen, Austauschen und neue Freunde finden", heißt es in der Einladung. Die offizielle Begrüßung wird von Bezirkshauptfrau Verena Sonnleitner, dem Ukrainischen Botschafter in Wien, Vasyl Khymynets sowie von Vertretern der Stadtgemeinde vorgenommen. Auch Landesrat Martin Eichtinger soll sein Kommen zugesagt haben.

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