Viel Arbeit in den Badener Museen trotz Coronakrise. Hinter den Kulissen wird in den Museen weiter geordnet, sortiert und archiviert.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. April 2020 (05:37)
Dornröschenschlaf findet im Rollettmuseum nicht statt. Das Museum beteiligt sich auch an der Aktion #closedbutactive, die der Museumsbund ausgerufen hat und berichtet auf den sozialen Netzwerken über seine Arbeit, hier ist Ulrike Scholda groß im Bild.
privat

Ulrike Scholda, die Leiterin der Abteilung Museen der Stadt Baden, erklärt: „Besucher sind einer der Eckpfeiler der Museumsarbeit, Museen sind für die Öffentlichkeit da. Das heißt aber nicht, dass, wenn keine Besucher kommen, bei uns nichts zu tun ist, die Dokumentation, Bewahrung und Pflege der Sammlungen ist ebenso wichtig.“

Gerade für ein geschlossenes Museum sei es wichtig, dass die klimatischen Bedingungen eingehalten werden. Dafür ist im Winter die Befeuchtungsanlage in den Schauräumen notwendig, die wiederum eine eigene Entsalzungsanlage benötigt. Im Keller des Museums gibt es, im Gegensatz dazu, das ganze Jahr über Entfeuchtungsgeräte, die entleert werden müssen.

„Zum Glück ist unser Haustechniker gesund und macht täglich seine Hausrunden im großen Gebäude, kontrolliert die Geräte, füllt Salz nach, wertet die Klimamessgeräte aus, prüft, ob alle Fenster gut geschlossen sind und vieles mehr“, zählt Scholda auf.

Aktuell wird an der umfangreichen Schenkung der Bilder des Badener Malers Anton Wichtl gearbeitet.

Scholda ist froh darüber: „Das ist in der momentanen Situation ein besonders schönes Projekt, da Wichtl ein Wanderer war und Baden und Umgebung auf seinen Zeichnungen festgehalten hat.“ So spaziert man im Büro sitzend, zumindest inspiriert durch Wichtls Naturbeschreibungen, durch die Gegend.