Badens Polizei ist auf der Suche nach Brandstifter. Historisches Park-Café im Badener Kurpark entging knapp Flammenhölle. „Schäden wären irreparabel“, meint Pächter Trahbüchler.

Von Nadja Tröstl. Erstellt am 10. Februar 2021 (05:55)

Am Freitag um 21.30 Uhr wurde der Badener Konditor und Gastronom Florian Trahbüchler von der Stadtpolizei informiert, dass das Vordach und womöglich auch das Innenlager des denkmalgeschützen Pavillons, in dem er sein Café Florian im Kurpark betreibt, in Flammen steht. Als er am Ort des Geschehens ankommt, sind bereits zwei Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr und zwei Streifenwägen der Stadtpolizei Baden im Großeinsatz.

Park-Café-Pächter Florian Trahbüchler ist froh, dass letztlich nichts Schlimmeres passiert ist.
privat

Ein Restmüllcontainer wurde in Brand gesteckt und dadurch nicht nur die Außenwand der beliebten kleinen Badener Café-Institution zerstört, sondern auch Fenster zerborsten und der Dachstuhl aufgrund des Feuerverlaufes verheert. Es war ein Glück im Unglück. „Mein größter Dank gebührt der aufmerksamen Passantin, die den Brand vom Metternichhof aus gesehen und unmittelbar gemeldet hat sowie allen Einsatzkräften, die sofort zur Stelle waren. Minuten später wäre der Schaden irreparabel gewesen, der Pavillon wäre abgebrannt“, sagt der Pächter Trahbüchler. Nachdem er eintraf, wurde im Inneren des betroffenen Gebäudeteils mit der Wärmebildkamera Nachschau gehalten. „Wie knapp es war, zeigte sich am gemessenen Hitzestau in der Holz-Dachkonstruktion. Deshalb wurde die Außenwand nochmals mit Wasser abgekühlt“, berichtet Stefan Schneider von der FF Baden-Stadt.

Kann man die Brandstiftungen in Baden – in der Grabengasse ein paar Tage zuvor – mit den Vorkommnissen im Kurpark in Verbindung bringen? „Die Ermittlungen laufen und werden weiter verfolgt. Konkrete Ergebnisse gibt es noch nicht“, sagt Stadtpolizeikommandant Oberst Walter Santin.

Es gebe im Kurpark Gruppenbildungen von Jugendlichen, die nächtliche Feste feiern, berichten Passanten. Der Schaden, der durch die Brandstiftung angerichtet wurde, kann Unternehmer Trahbüchler noch nicht beziffern. Auch die Auswirkungen der Wasserlöschung mit Wasser in den Mauern, überhaupt bei den kommenden Minusgraden, sind kostenmäßig noch nicht einschätzbar. Der Chef von drei Konditoreien in Baden und dem Haupthaus in Sollenau mit 12 Mitarbeitern zollt der Gemeinde Baden Tribut, da sie sofort Herr der Lage geworden sei. Ist eine Kameraüberwachung im Kurpark ein Thema? Ja, sagt der Gastronom. „Das ist eine gute Idee, wenn es nicht schon in Planung ist.“