Erstellt am 22. August 2011, 00:00

Hoffnung fürs Stadtbild. „AFRIKA BAR“ / Badener Architektenpaar DI Marguerite und DI Albert Zweymüller rettet baufälliges Objekt in der Braitnerstraße.

So soll das Gebäude nach der Revitalisierung aussehen.ZVG  |  NOEN
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BADEN / Seit Jahren bietet die ehemalige „Afrika Bar“ an der Kreuzung Braitnerstraße-Roseggerstraße einen desaströsen Anblick. Ein Revitalisierungsversuch scheiterte konkursbedingt, nun gibt es aber konkrete Hoffnungen auf ein Ende der Tristesse. Das Badener Architektenehepaar DI Marguerite und DI Albert Zweymüller will aus der Bauruine ein modernes Büro-Gebäude machen.

„Es dauert schon so lange und es geschieht einfach nichts, was uns als Badener auch persönlich störte“, erklären sie ihre Beweggründe im Gespräch mit der NÖN. Das Gebäude habe Potenzial. „Es ist in markanter Lage im Stadtbild, an der Haupteinfahrt und an der Schwechat gelegen. Wir sind überzeugt, dass man gerade aus diesem historischen Objekt etwas Außergewöhnliches machen kann“, geben sie sich optimistisch: „Das ist zweifellos eine schwierige intellektuelle und finanzielle Aufgabe, umso mehr wird man sich später freuen, einen Beitrag zum Stadtbild leisten zu können“.

Ordinationen oder Büros in  Einklang mit Denkmalschutz

 

Dass das Haus unter Denkmalschutz steht, stellt für die Architekten kein Problem dar. „Wir haben bei den zuständigen Stellen nachgefragt, die Ansichten der Herrschaften sind durchwegs vernünftig“, sind sie erfreut. Geplant ist, das Gebäude für modernste Ordinationen oder Büros zu revitalisieren. „Ganz im Sinne der Denkmalpflege, die höhere Investitionen bedingt, aber dann Qualitäten bietet, die Neubauten nicht haben können“, ist DI Marguerite Zweymüller überzeugt. Entstehen werden rund 600 Quadratmeter vermietbare Fläche für gehobenes Niveau. Was auch Baudirektor DI Georg Kaiser freut: „Den Baubescheid hab ich unterschrieben, nun hoffe ich, dass dieses Kapitel endlich abgeschlossen ist“.

Und auch seitens des Bundesdenkmalamtes dürfte man die Planungen begrüßen. „Was seitens der Stadt und der zuständigen Stellen des Bundes unternommen wurde, um das Stadtbild zu erhalten finden wir begrüßenswert“, heißen sie sowohl Badens Schutzzonenprogramm als auch die Vorgaben des Denkmalamtes gut. „Architektur muss unauffällig sein, um sich in das Gesamtbild zu fügen“, lautet ihr Ansatz zur Revitalisierung. „Badens Altbauten sollten erhalten bleiben - denn Bausünden gab es bisher genug.“ Zu den bislang vom Architektenpaar Zweymüller geplanten Objekten zählen übrigens das AMS Baden und der Umbau des Schwarzen Bocks. „In beiden Fällen rückte man von unseren Vorschlägen allerdings letztlich weit ab – ein Architektenlos“, lachen sie: „Das ist auch ein Grund, warum wir uns heute beruflich vor allem der Projektentwicklung widmen.