Lea & Christoph Hornstein singen im Casino Baden. Wenn Vater und Tochter gemeinsam singen, kann das schon sehr gut klingen. Am 8. November stellen das Christoph und Lea Hornstein mit einem Udo Jürgens-Abend unter Beweis.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 31. Oktober 2019 (12:08)
Wenn sie miteinander singen, sind sie ein Herz und eine Seele: Vater Christoph und Lea Hornstein, mit dem Orchester „Cremisa“.
Schark

Ein außergewöhnliches Konzert erwartet die Besucher diese Woche in großen Festsaal des Casinos. „Eine Hommage an Udo Jürgens“ nennt das Gesangsduo Christoph und Lea Hornstein aus Klosterneuburg ihr aktuelles Programm. Ein Udo-Abend mit großem Orchester und allen Hits des Ausnahmekünstlers Udo Jürgens.

NÖN: Über 1.000 Lieder umfasst das Lebenswerk von Udo Jürgens. Wie schafft man da eine Liedauswahl?

Christoph Hornstein: Nach drei Kriterien: Erstens mussten uns die Lieder gefallen, zweitens müssen sich die Lieder auch als Duett eignen und drittens wollten wir neben den großen Hits von Udo Jürgens auch die wunderbaren, nicht so bekannte Chansons dabei haben. Aber die Auswahl war nicht leicht bei diesem riesigen Repertoire.

Lea Hornstein: Wir haben lang gebraucht, bis wir die Setlist beisammen hatten. Und da hat es auch einige Meinungsverschiedenheiten gegeben. Aber jetzt haben wir, glaube ich, eine wunderschöne Auswahl getroffen, die uns beiden gefällt und auch dem Publikum.

Sie haben keine Kosten und Mühen gescheut, ein großes Orchester auf die Bühne zu stellen. Hätte da nicht auch ein Liederabend mit Klavier gereicht?

Christoph: Nein, das war von Anfang an unser Anspruch. Wir wollten den großen Konzerten von Udo Jürgens gerecht werden. Da sind ein Bläsersatz, eigene Geigensätze und Backgroundsänger absolut notwendig.

Lea: Es ist für einen Vokalisten wunderbar, von so einem großen Klangkörper begleitet zu werden. Mir kommt heute noch bei bestimmten Bläsereinsätzen die Ganslhaut. Das ist einfach wunderschön. Wunderbare Arrangements von Lorenz Spritzendorfer und hervorragende Musiker des Orchesters „Cremisa“ machen das möglich.

Sie sind Vater und Tochter. Ist das immer leicht bei so einer intensiven Zusammenarbeit?

Lea: Na, da gibt es natürlich manchmal Rivalität und Meinungsverschiedenheiten. Aber im Grund haben wir ein wunderbares Verhältnis und gemeinsam Musik machen, ist schon etwas sehr Verbindendes.

Christoph: Ich habe mir meine ganze Karriere lang eine Gesangspartnerin gewünscht. Dass es meine Tochter wird, ist ein wunderbares Geschenk. Kein anderer Mensch empfindet Musik so gleich wie ich.

Es ist etwas ungewöhnlich, dass eine junge Dame wie Sie ein Udo Jürgens Fan ist. Wie kommt das?

Lea: Mein Vater am Klavier, Udo-Songs singend – dieses Bild hat mich meine gesamte Kindheit und Jugend begleitet. Außerdem war ich sehr oft mit, wenn mein Vater Engagements hatte, und hab ihm aufmerksam zugehört. Klar, dass ich das wie die Muttermilch aufgesaugt habe. Aber diese Lieder sind auch für mich wunderbare Chansons mit großen textlichen Inhalten und fantastisch komponiert.

Ist das ihr erstes Programm zu zweit?

Christoph: Nein, angefangen hat unsere Zusammenarbeit mit einem Duett-Programm aus internationalen Duett-Hits. Nur zwei Lieder davon waren in deutscher Sprache und von Udo Jürgens. Da haben wir aber gemerkt, dass die Udo Duette ganz besonders angekommen sind und jetzt das aktuelle Programm danach gemacht.

Was treibt sie Beide nach Baden? Haben Sie einen Bezug zu dieser Stadt?

Lea: Grundsätzlich geht es uns darum, Aufführungsorte zu finden, die dem Anlass und dem Künstler Udo Jürgens gerecht werden. Da ist Baden und sein Casino natürlich ein idealer Ort. Christoph: Ich liebe diese historisch gewachsene Stadt und kenne sie vom Spazierengehen und Kaffeepausen. Eine wunderschöne Stadt, das hat aber der alte Kaiser auch schon gewusst.

Zurück zum Konzert am 8. November. Was sind die Highlights des Programms?

Christoph: Neben den absoluten Mega-Hits wie „Aber bitte mit Sahne“, „Mit 66 Jahren“, oder „Ich war noch niemals in New York“, werden wir auch Lieder zum Besten geben, die weniger bekannt, aber nicht minder qualitätsvoll sind. Davon haben wir auch viele Lieder, die wir gemeinsam als Duett ausgearbeitet haben.

Lea: Ich freue mich ganz besonders auf „Merci Cherie“, das ich als Solostück singen kann. Die Leute sagen, ich sing das ähnlich wie die Helene Fischer. Das wird eines der letzten Musikstücke im Programm sein, quasi als Dankeschön an das Publikum. Ich glaube, das wird ein wunderschöner Abend und freu mich schon riesig drauf!