Investitionen in Wasser-Zukunft Badens beschlossen. Gemeinderat beschloss umfangreiche Ausgaben in Höhe von knapp einer Million Euro – darunter 315 Meter Streckentausch der Hauptleitung.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 10. Januar 2021 (04:56)
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Die Pumpstation des Wasserwerks Baden am Römerberg. Die meisten der nötigen Maßnahmen sieht man zwar nicht, sie bilden aber dennoch das Fundament der Badener Infrastruktur.
Fussi

Ein autarkes Trinkwasser-Versorgungssystem mit eigenem Pumpwerk, drei leistungsstarken Hauptversorgungsleitungen, einer hochmoderne EDV-gesteuerten Mess-, Steuer- und Regelanlage sowie vier Hochbehälter, deren über 12.500 m³ Gesamtvolumen die Stadt selbst beim Auftreten von Gebrechen verlässlich mit Trinkwasser versorgen, garantieren, dass Baden zu keiner Zeit „am Trockenen sitzt“.

Ein Rohrbruch bei einer Transportleitung im Juli 2020 konnte von den Mitarbeitern des Wasserwerkes rasch behoben werden. Es hat sich jedoch laut Bürgermeister Stefan Szirucsek, ÖVP, in Folge gezeigt, dass die betroffene Gussleitung massive Korrosionsschäden aufweise und dringend erneuert werden müsse.

Daher wurde in der Gemeinderatssitzung neulich in diesem Bereich ein Leitungstausch (200 Laufmeter) beschlossen. Die Kosten dieser außerplanmäßigen Maßnahme belaufen sich auf 238.600 Euro.

Autark und am modernsten Stand der Technik

„Die Versorgung mit Trinkwasser ist Lebensgrundlage für die Menschen in Baden. Der Erhalt und die laufende Erneuerung der Infrastruktur in Kombination mit zukunftsweisenden Maßnahmen erhöhen die Versorgungssicherheit und steigern die Effizienz des Betriebs“, unterstreicht Szirucsek.

Badens Trinkwasser-Versorgungssystem könne laut dem Stadtchef durch das eigene Pumpwerk in Ebenfurth nicht nur autark arbeiten, sondern werde durch die stetige Weiterentwicklung auch auf dem modernsten Stand der Technik gehalten. Alleine in den Jahren 2018 und 2019 wurden in diesem Bereich Investitionen in Höhe von rund 4,7 Millionen Euro getätigt (siehe ganz unten).

„Es ist selbstverständlich für uns, dass Qualitäts-Trinkwasser aus dem Wasserhahn fließt, sobald wir aufdrehen. Genauso können wir uns darauf verlassen, dass Regenwasser selbst bei starken Niederschlägen zügig abfließt und dass wir mit jeder Spülung für eine saubere Toilette sorgen. Damit alle diese Systeme zuverlässig funktionieren, muss die Stadt viel Geld investieren. Denn diese Infrastruktur zu erhalten, erfordert zahlreiche Maßnahmen, die man zwar nicht sieht, die aber das Fundament für unsere hervorragende Infrastruktur bilden“, unterstreicht Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne).

Folgende Maßnahmen stehen daher auf der Agenda: Sanierung von vier Hydranten, Instandsetzung von 15 Hausanschlüssen, Punkt- und Streckentausch der Hauptleitung (315 Laufmeter) sowie Austausch Hauptleitung Rudolf Zöllner Straße (285 Laufmeter). Die Gesamtkosten für diesen Bereich betragen 578.900 Euro.

Auch das Wasserzähler-Tauschprogramm wird fortgesetzt.

Dabei kommen über 1.000 Stück moderner Ultraschallzähler sowie 15 Stück Großwasserzähler zum Einsatz. Kostenpunkt: 106.708 Euro.