Badener Jugend definiert klar ihre Ziele. Wünsche abgesteckt und der Stadt übermittelt: Was kann verwirklicht werden?

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 09. Juli 2019 (03:27)
Die Jugendmandatarinnen und Jugendmandatare werden zuerst in Demokratieworkshops in der 8. Klasse des Gymnasiums Frauengasse und der vierten Klasse der Neuen Mittelschule gewählt.
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Seit 2012 leistet der überparteiliche Verein „Politik Forum Baden“ mit dem Badener Jugendbeteiligungsmodell einen wichtigen Beitrag zur Einbindung der Badener Jugend in das politische Geschehen der Stadt. Beim vergangenen Jugendgemeinderat wurden folgende Anträge beschlossen:

Verkürzung der Rotphase der Ampel beim Fußgängerübergang Walterstorfer Straße zwischen Krankenhaus und Halle B, WLAN-Hot Spots an verschiedenen Plätzen der Stadt, ein Trinkbrunnen am Josephsplatz, im Kurpark und im Arthur Schnitzler Park, eine bessere Taktabstimmung zwischen ÖBB und Buslinien, ein Trinkwasserbrunnen für den Doblhoffpark, verlängerte Öffnungszeiten am Sportplatz in der Schwarzstraße, ein regelmäßiges Nachtschwimmen jeden letzten Freitag im Monat im Strandbad und eine zentral gelegene Eisfläche.

Im Jugendbeirat des „richtigen“ Gemeinderates wird jetzt besprochen, welche Themen wie umgesetzt werden können.

Kein Eislaufplatz für Baden

Bürgermeister Stefan Szirucsek, VP, erklärt die weitere Behandlung der Jugend-Wünsche so: „Die Machbarkeit der Anliegen wird jetzt durch die einzelnen Abteilungen der Stadt geprüft. Dabei möchte ich darauf hinweisen, dass der Trinkwasserbrunnen am Josephsplatz schon geprüft und genehmigt wurde. Das Freitagsschwimmen hatten wir schon einmal. Am 21. Juni, war das Strandbad zum Sonnwendschwimmen geöffnet. Die Resonanz war sehr positiv. Ob man das Schwimm-Projekt auf Dauer etablieren kann, ist eine Frage der Haftung. Beim Sonnwendschwimmen war gerade Vollmond, ein Nachtschwimmen ohne Badeaufsicht wird nicht funktionieren.“

Ein Projekt hingegen schließt der Stadtchef kategorisch aus: „Einen Eislaufplatz wird es nicht geben“, meint Szirucsek. Und er präzisiert: „Wenn die Besucherzahlen so hoch wie beim Strandbad wären, hätte ich kein Problem damit. Die Stadt hätte einen siebenstelligen Betrag in den Eislaufplatz investieren müssen, um die Technik zu erneuern. Das wäre versenktes Geld gewesen.“

Eislauf-Alternativen gäbe es in Bad Vöslau und in Traiskirchen, außerdem biete die Stadt zahlreiche Sportmöglichkeiten, merkte der Stadtchef an.

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