Neuwirth erzählt über seine Berndorfer Polit-Karriere. Aus einem lockeren Gespräch bei einer Feier wurde rasch eine Berndorfer Polit-Karriere: Johannes Neuwirth – ein Porträt.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 18. Mai 2020 (05:10)
Der Polit-Newcomer Johannes Neuwirth
Holzinger.Presse

Johannes Neuwirth kam zur Politik, wie das Kind zum Bade. Während einer Feier, bei der auch Sandra Schramböck anwesend war, ließ er sich zu bereits späterer Stunde dazu hinreißen, über die Missstände in Berndorf zu äußern, speziell zur mangelnden Kinderbetreuung.

Einen Tag später stand der Vater Sandra Schramböcks, der jetzige LZB-Vizebürgermeister und damalige SP-Stadtrat Kurt Hoffer vor Neuwirth und forderte ihn auf, nicht nur zu jammern, sondern mitzuarbeiten.

Neuwirth war über dieses Angebot nach eigenen Worten „total baff“, doch er entschloss sich bald dazu, bei der Liste Zukunft Berndorf (LZB) mitzumachen, nicht ahnend, dass er nach kurzer Zeit gleich an die Listenspitze gelangen wird. Denn er wurde nach mit überwiegender Mehrheit zum Zeichnungsbevollmächtigten der Liste gewählt. Seitdem arbeitet er mit seinen Mitstreitern unter Hochdruck an mehreren Konzepten der LZB.

Der gebürtige Badener lebt mit Gattin Steffi und seinem Töchterchen seit fünf Jahren in der Kruppstadt. „Ich wollte nach einigen Zwischenstationen in Niederösterreich, wie etwa Deutsch Wagram und Himberg, unbedingt wieder in diese Gegend. Da Berndorf eine geniale Mischung aus Stadt und entspanntem Landleben ist, entschieden wir uns sehr schnell für Berndorf als Lebensmittelpunkt. Dafür nahm ich es auch in Kauf, täglich in den Campus Seibersdorf zu pendeln, wo ich die ‚Seibersdorf Academy‘ leite.“

Neuwirth habe sich deshalb dazu entschlossen bei der LZB mitzuarbeiten, „weil ich hier die Möglichkeit habe, in einem konstruktiven, zielorientierten und wertschätzenden Team mitzuarbeiten.“

„Arbeiten an Lösung der Kindergartensituation“

Die Ziele der LZB seien, die ihr übertragenen Aufgaben, bestmöglich für Berndorf umzusetzen. „Kurt Hoffer übernahm als Vizebürgermeister die Verantwortung für Schulen, Kindergärten, Sport, Spielplätze und Umwelt und dazu riefen wir jeweils Arbeitsgruppen ins Leben, die einander in der derzeitigen Ausnahmezeit wöchentlich in digitalen Meetingrooms treffen.“

Derzeit werde intensiv daran gearbeitet, bis September eine langfristige Lösung für die fehlenden Kindergartenplätze zu finden. Auch in Sachen Umwelt gäbe es enormen Aufholbedarf.

„Hier ist unser Ziel, in den kommenden Jahren eine sogenannte ‚e5 Gemeinde‘ zu werden. Natürlich arbeiten wir auch an Möglichkeiten, unseren Sportvereinen in dieser schwierigen Zeit helfend unter die Arme zu greifen. Als bürgernahe Liste ist es uns natürlich auch ein besonderes Anliegen, einen intensiven Kontakt mit der Bevölkerung zu pflegen. Sie sollen jederzeit mit Problemen, Wünschen und Ideen zu uns kommen können und so auch aktiv Berndorf mitgestalten.“