Opposition sagt "Nein" zu Ebreichsdorfer Jubiläumsvideo. Ein geplantes Video anlässlich der 900 Jahr Feier Ebreichsdorfs sorgt jetzt schon für Aufregung im Stadtrat.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 25. September 2019 (03:38)
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Ortschef Wolfgang Kocevar versteht die Aufregung nicht.
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In der Stadtratssitzung am 16. September wurde mit der absoluten Stimmenmehrheit der SPÖ ein Imagevideo über die Stadtgemeinde in Auftrag gegeben.

Die Oppositionsparteien, also die Bürgerliste und die FPÖ, stimmten gegen den Videodreh-Antrag, der Koalitionspartner ÖVP enthielt sich der Stimme, was laut Gemeindeordnung aber wie eine Ablehnung zu bewerten ist. Das Video soll anlässlich des 900-Jahr-Jubiläums Ebreichsdorfs gedreht werden und die Stadt Ebreichsdorf porträtieren, sowie den Bürgermeister näher vorstellen.

Bürgerlisten-Stadtrat René Weiner befürchtet Bürgermeister-Werbung.
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Das genau ist der Knackpunkt, denn Bürgerlisten-Stadtrat René Weiner erklärt: „Wir hielten ein Image-Video ursprünglich für eine gute Idee, doch leider hat sich herausgestellt, dass es sich dabei ganz eindeutig um ein Werbevideo für den Bürgermeister handeln soll. Das es seitens der Bürgerliste und der FPÖ und auch des Koalitionspartners ÖVP keine Zustimmung gab, ist wohl selbstverständlich.“

In dem Video sollen 14 Minuten lang „Kandidaten“ vorgestellt werden, die die Bürger zum politischen Engagement animieren sollen, dann folge noch ein Porträt von Ortschef Wolfgang Kocevar, SPÖ.

FPÖ Stadtrat Markus Gubik stößt in das selbe Horn: „Hier macht die SPÖ Wahlwerbung auf Kosten der Gemeindebürger, das ist absolut nicht in Ordnung.“

Bürgermeister Wolfgang Kocevar versteht die Aufregung nicht. „Es handelt sich um ein Image-Video anlässlich des 900-Jahr Jubiläums, in dem es über Ebreichsdorf, die vielen Vereine und das Leben in unserer Stadtgemeinde geht. Es ist kein Werbevideo für den Bürgermeister, sondern für unsere Gemeinde.“ Welchen Inhalt das Video, welches 2.000 Euro kosten soll, hat und wann genau es veröffentlicht werden wird, sei noch nicht festgesetzt. Die Opposition sieht das anders und spricht von „Ibiza, live im Rathaus“.

René Weiner erklärt: „Wahlwerbung auf Gemeindekosten dürfte für die SPÖ-Vertreter ein ganz normaler Vorgang sein.“