Polizisten retteten vermisstem Mann in Baden das Leben

Aktualisiert am 27. Mai 2022 | 10:27
Lesezeit: 2 Min
Polizei suchte mit Hubschrauber den Tatverdächtigen
Foto: APA (Archiv/Jäger)
50 Ziegen führten zu Vermissten: Ein 78-Jähriger konnte von Polizisten aus einem Straßengraben gerettet werden.
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Ein 78-Jähriger wurde Mittwochabend vom Landesklinikum Baden als abgängig bei der Polizei gemeldet. Eine Suche verlief vorerst erfolglos.

Morgenbesser und Prantl
Foto: LPD NÖ

Am Donnerstagmorgen wurde die Bauchtasche des gesuchten Mannes am Wiener Neustädter Kanal in Baden gefunden. Die Polizeibediensteten intensivierten die Suche mit mehreren Streifen aus dem Bezirk Baden, einer Polizeidiensthundestreife und dem Hubschrauber der Flugpolizei sowie Mitarbeiter der Abteilung Wasserbau, doch auch dabei hatten sie keinen Erfolg.

Hilferufe zufällig gehört

Am Nachmittag wurde die Polizeiinspektion Baden zu einem weiteren Einsatz gerufen: 50 Ziegen standen auf der Fahrbahn und behinderten den Verkehr. Die Polizisten versuchten mit Hilfe einer Anrainerin die Tiere von der Fahrbahn zu bringen, als sie plötzlich aus einem angrenzenden Waldstück leise Hilferufe hörten.

Die Polizisten gingen dem sofort nach und fanden eine hilflose Person im etwa zwei Meter tiefen Straßengraben, der durch herabhängende Äste verdeckt war. Während Bezirksinspektor Thomas Morgenbesser  die Ziegen wegtrieb, begab sich Inspektor Alexander Prantl sofort zu dem Mann und stellte fest, dass es sich um den 78-jährigen Abgängigen handelte.

Der Mann gab an, dass er über die Böschung gestürzt sei und sich mit einem Arm im Drahtzaun verfangen habe. Er wirkte dehydriert und befand sich laut Polizei in einem schlechten Zustand gewesen. Die Beamten befreiten den Mann aus dem Drahtzaun. Der Notarzt vor Ort erstversorgt ihn und die Rettungskräfte brachten ihn in das Landesklinikum Baden.

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