Grab der Prinzessin soll bleiben. Ruhestätte einer Prinzessin soll aufgelassen werden. Hernsteiner Gemeinderat möchte es aber unbedingt erhalten.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 28. November 2018 (18:24)
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Marta Aloisia Habsburg-Lothringen.
Archiv Holzinger.

Allen Heimatverbundenen blutet beim Anblick des Grabes von Prinzessin Marta von Habsburg-Lothringen (1906-1987) förmlich das Herz. Der Grund: Am Grillenberger Friedhof steht an ihrer letzten Ruhestätte: „Grab zu vergeben“.

Marta Aloisia Habsburg-Lothringen war die erste Gattin von Franz Josef von Österreich-Toskana (1905-1975) aus dem Hause Habsburg-Lothringen. Die Ehe entsprach allerdings nicht den Hausgesetzen der Familie Habsburg-Lothringen, da Marta Aloisia, die Tochter eines K.u.K.-Oberst war. Das Paar lebte in Madrid und in ihrem Schloss in Grillenberg, das heute noch existiert.

Die Ehe wurde annulliert und Franz Josef heiratete ein weiteres Mal, ebenfalls nicht standesgemäß. Marta Aloisia Habsburg-Lothringen verstarb im Jahr 1987 und wurde am Grillenberger Friedhof in einer Familiengruft beigesetzt.

Laut VP-Vizebürgermeisterin Michaela Schneidhofer sollten die Grabgebühren für die kommenden zehn Jahre entrichtet werden: „Wir freuen uns darüber, wenn jemand die Gebühren übernimmt und stehen einer solchen Initiative sehr offen gegenüber.“

Gemeinderat Markus Wöhrer (parteilos) interessiert sich sehr für die Geschichte seiner Heimatgemeinde und möchte die Gruft der Prinzessin retten. „Die Auflösung der Grabstätte wäre eine echte Schande. Es macht mich sehr traurig, wie wenig wert auf Historisches gelegt wird. Das ist doch Teil unserer Geschichte und gehört für die zukünftigen Generationen erhalten.“

Er werde jedenfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, diesen Kulturschatz zu erhalten. „Sollte es wirklich nur an den Gebühren scheitern, werde ich diese selbst aufbringen. Eine Auflösung wäre nicht kaiserlich, sondern fürchterlich“, so Wöhrer.