Badener Biobär hilft den Bienen. Badener Biobär-Hersteller Andreas Lechner produziert nicht nur hochwertige biologische Wasch- & Reinigungsmittel, sondern ist auch als „Bienenburgherr“ auf Pionierweg.

Von Nadja Tröstl. Erstellt am 18. April 2021 (04:23)
Andreas Lechner ist stolz auf seine biologischen Wasch- und Reinigungsmittel auf höchstem ökologischen Standard.
Tröstl

„Der Biobär hilft den Bienen“, so könnte man die ökologische Synergie beschreiben, die der Badener Unternehmer Andreas Lechner verwirklicht. Österreichweit starten jetzt zu Beginn der Imkersaison zahlreiche Projekte, wie etwa „Give bees a chance“ mit den prominenten Paten Dominik Thiem, Sebastian Vettel und Franco Foda sowie das regionale niederösterreichische „Bienenland“. Sie forcieren den Schutz der Bienen und ihrer natürlichen Lebensräume. Einer dieser Bienenpaten ist Andreas Lechner, der vor vier Jahren die Marke Biobär gründete.

Zertifizierter Anbieter veganer Waschmittel

Österreichweit ist Lechner der einzige zertifizierte Anbieter von palmölfreien, veganen Wasch- und Reinigungsmitteln, die frei von allergenen Duftstoffen sind. Mehr als 25 Produkte sind bereits im Sortiment, vom hoch konzentrierten Waschmittel bis zum Universalreiniger – alle gemäß den streng kontrollierten Standards der Austria Bio Garantie. „Die Idee ist vor Jahren auf meiner Suche nach biologisch hochwertigen österreichischen Produkten entstanden. Ich fragte mich, wo man am besten eingreifen, etwas bewegen und viel erreichen kann. Wasch- und Reinigungsmittel braucht jeder für den alltäglichen Bedarf und so begann die Entwicklung des Konzeptes Biobär“, sagt Lechner.

Die Philosophie, die hinter der Marke steht, ist schnell umschrieben: Umweltschutz, Nachhaltigkeit und die strikte Ablehnung jeder Haltung von Tieren zum Zweck der Ausbeutung, gewinnorientierter Rohstoffbeschaffung oder Tötung wird strikt abgelehnt. „Wir beliefern keine großen Supermarktketten, sondern ausschließlich den regionalen Handel mit dem Ziel, die Greißler und Biohändler zu stärken.“ Erhältlich sind die Produkte online sowie im Fachhandel bei diversen Kooperationspartnern, in Baden etwa in der Textilreinigung und Wäscherei Sengstschmid und im Fair Trade Weltladen. „Das Interesse unserer Kunden ist da und wird immer größer. Reinigung und Umweltschutz schließen einander ja nicht aus,“ sagt Birgit Hollogschwandtner, Chefin der Reinigungsfirma Sengstschmid.

Für Lechner begann alles mit seiner kritischen Haltung zur Honigernte, so wie sie von vielen Imkern praktiziert wird. Denn oftmals werde in den natürlichen Haushalt der Bienenstöcke vehement, auch destruktiv, eingegriffen, nur um eine Produktions- und Gewinnmaximierung zu erzielen. Ohne Rücksicht auf die Tiere. „Alles, worauf der Mensch exzessiv eingreift, wie Massentierhaltung, ist schlecht“, betont er. Und dem will Lechner möglichst effektiv einen Riegel vorschieben und neue Wege als „Bienenburgherr“, wie er lächelnd sagt, gehen.

Geerntet wird nur der Überschusshonig

Geschaffen werden Naturhabitate für Bienen, in welchen sie in ihren natürlichen Lebensräumen ohne Eingriffe von Menschen frei ihre Arbeitsweisen und Hierarchien, so wie es die Natur ursprünglich vorsieht, leben können. Bei Lechner wird den Tieren ihre selbst produzierte Honignahrung nicht weggenommen. Geerntet wird nur der Überschusshonig, jedoch ist das Erleben der Bienenwelt in und um ihre „Häuschen“ ein faszinierendes Naturereignis. In seinem Garten ist er „Unterkunftgeber“ mit sieben Bienenwohnungen, wie er die Stöcke mit Völkern zu je 20.000 Bienen nennt.

Das Ziel ist, mit den Biobär-Produkten sowie den Bienenburgen Tier- und Umweltschutz den Menschen näher zu bringen. Eine erste Biobär-Bienenburg wird gerade auf einem zur Verfügung gestellten Grundstück auf dem Badener Berg errichtet. Die Bienen ziehen in den kommenden Wochen ein.