Bad Vöslau: 12 Florianis jetzt Schiffsführer

Feuerwehrkommandant Philipp Michalek und 11 Kameraden dürfen Boote führen.

Erstellt am 27. November 2021 | 05:51
Lesezeit: 2 Min

Das Aufgabengebiet der Freiwilligen Feuerwehren ist sehr breit gefächert. Von den klassischen Brandbekämpfungen über Fahrzeugbergungen bis hin zu technischen Hilfeleistungen jeglicher Art sind die freiwilligen Helfer für jede Situation gerüstet.

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Doch ein Aufgabengebiet, welches nicht auf den ersten Blick ins Auge springt, ist der Wasserdienst. Dieser umfasst jegliche Tätigkeiten, die mit der Sicherheit und Rettung im Wasser zu tun haben. Sei es das Fahren mit der Feuerwehrzille bei Hochwassereinsätzen oder der Einsatz eines Feuerwehrbootes.

So wie alle Tätigkeiten, erfordert auch dies spezielle Ausbildungen. Dieser haben sich im November zwei Feuerwehrmitglieder aus Bad Vöslau gestellt. Nach intensiver theoretischer und praktischer Ausbildung konnten Stefan Zankl und Philipp Michalek gemeinsam mit 10 anderen Feuerwehrmitgliedern aus dem Bezirk Baden die Prüfung zur Erlangung des „Schiffsführerpatent 10m für Wasserstraßen und Seen“ erfolgreich ablegen. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen Teil und einer Praxis auf der Donau und berechtigt zum Führen von Booten mit einer Länge von bis zu 10 Metern auf den vorgesehenen Flüssen und Seen.

Private Weiterbildung, die der Feuerwehr nützt

„Prinzipiell ist die Ausbildung eine private Angelegenheit, jedoch für die Tätigkeit im Wasserdienst der Feuerwehr sehr nützlich“, weiß Feuerwehrkommandant Philipp Michalek. Als Bezirksausbildner für den Wasserdienst ist dieser Führerschein für ihn ein wichtiger Bestandteil in der Ausbildung. Er ist nämlich die gesetzliche Grundlage für den sogenannten „Feuerwehrschiffsführer“, welcher eine weitere feuerwehrinterne Ausbildung erfordert. Dieser berechtigt, Arbeitsboote der Feuerwehr führen zu dürfen, was für die Wasserdienstausbildung sowie für Einsätze jeglicher Art erforderlich ist.

In Österreich gibt es einige schiffbare Flüsse, sogenannte Wasserstraßen, auf denen täglich mehrere Wasserfahrzeuge unterwegs sind. Die bekannteste und meistbefahrene ist die Donau.

Obwohl es in Bad Vöslau keine Gewässer gibt, die mit Booten zu befahren sind, kann es im Zuge des Katastrophenhilfsdienstes zu überörtlichen Einsätzen kommen. Hierfür ist die spezielle Ausbildung sehr hilfreich und nützlich, wenn die Einsatzkräfte aus Bad Vöslau angefordert werden.

Die ständige Aus- und Fortbildung trägt dazu bei, dass die freiwilligen Feuerwehrmitglieder immer am neuesten Stand bleiben.