Pfaffstättner Hauptplatz soll Treffpunkt werden

Erstellt am 28. Januar 2022 | 05:02
Lesezeit: 4 Min
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Bürgermeister Christoph Kainz gibt einen Ausblick auf das Jahr 2022.
Foto: JJ
150 Jahre Freiwillige Feuerwehr, 50 Jahre Städtepartnerschaft und Verkehrsberuhigung im Ortsteil Einöde stehen 2022 im Fokus.
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Bürgermeister Christoph Kainz, ÖVP, skizziert im NÖN-Gespräch, wo die Schwerpunkte des Arbeitsjahres 2022 liegen.

NÖN: Feiern ist ja im Moment etwas schwierig. Trotzdem stehen heuer einige Jubiläen an. Sind die Termine schon fixiert?

Christoph Kainz: Also fix ist, dass wir von 10. bis 12. Juni das 150-Jahr-Jubiläum unserer Feuerwehr feiern wollen. Im Rahmen dieses Festes werden wir auch unsere Städtepartnerschaft mit Hörstein-Alzenau feiern. Da hat sich schon eine große Delegation angekündigt. Ob der Großheurige in seiner gewohnten Form stattfinden kann, das wissen wir noch nicht, auch wenn die Stimmung unter den Winzern gut ist und sie sicher bereit wären, mitzumachen.

Verkehrsberuhigung war schon im Vorjahr ein großes Thema. Wie geht es diesbezüglich heuer weiter?

Kainz: Unser Ortsteil Einöde steht dabei im Zentrum. Maßnahmen werden bei der Weinbergstraße und der Einödstraße gesetzt bzw. der Fahrbahnteiler in der Weinbergstraße ist schon umgesetzt. Wir wollen einen stärker ausgeprägten Fahrbahnteiler am Ende der Einöd-straße in der Höhe des Aquäduktes errichten. Da gibt es zwar schon einen, aber der ist nicht ausgeprägt genug, um eine ausreichend große Fläche für Fußgänger, Rollstuhlfahrer oder Personen mit Kinderwagen zu bieten. Auch bei der Ortseinfahrt zur Einöde und in der Mitte dieses Ortsteils wollen wir Fahrbahnteiler aus Gründen der Verkehrsberuhigung errichten.

Ist in der Einöde das Verkehrsaufkommen so gestiegen?

Kainz: Viele fahren über die Einöde Richtung Zentralraum und St. Pölten. Manche sehen das auch als gute Verkehrsanbindung nach Wien, fahren in Gaaden auf die Autobahn auf, manche Navis zeigen dies als kürzeste Strecke zwischen A21 und A2 an. Die Verkehrsfrequenz können wir nicht ändern, wir können nur entsprechende Maßnahmen setzen.

Und in Pfaffstätten selbst?

Kainz: Hier wollen wir gemeinsam mit der NÖ.Regional GmbH das Alltagsradfahren forcieren und dementsprechende Radwege anbieten. Die NÖ.Regional ist auch schon am Zug und arbeitet mit Zivilingenieuren entsprechende Varianten aus. Wir würden auch gerne neue Radwege in die Nachbargemeinden Gumpoldskirchen und Traiskirchen erschließen. Unabhängig davon steht die Gestaltung des dritten Abschnitts der Schulgasse an.

Gibt es ein Projekt, auf das Sie sich besonders freuen?

Kainz: Ja, auf die Umgestaltung des Hauptplatzes. Dafür wollen wir einen Landschaftsplaner beauftragen, der nach den Vorgaben der Gemeinde aus unserem Hauptplatz ein Kommunikationszentrum für Alt & Jung machen soll. Mit in die Planung einbezogen werden soll die Nutzung des Platzes für den Wochenmarkt und das angrenzende Eisgeschäft. Voraussetzung sind eine naturnahe Gestaltung mit einer ökologischen Bepflanzung.

Und was soll mit den Parkplätzen passieren?

Kainz: Die Parkplätze sind sicher ein Thema. Es wird nicht funktionieren, den Hauptplatz vollkommen autofrei zu machen. Wir brauchen Parkplätze im Zentrum für alle, die zum Rathaus oder in die Arztordination kommen.

Welche Bauprojekte wollen Sie heuer abschließen?

Kainz: Die Arztordination samt Wohnungen im Dachgeschoß und der Zubau zum Gemeindeamt werden heuer fertig. Wir haben vor, am Dach der Ordi eine Photovoltaikanlage zu installieren und die Parkplätze zu erweitern. Auch eine E-Tankstelle soll kommen

. Auch wollen wir das Gemeindeamt notstromversorgen, das heißt, sollte es jemals zu einem Blackout kommen, dann wird das Gemeindeamt zu einer Sicherheitsinsel, die einerseits dafür sorgt, dass die Bürgerinnen und Bürger einen Zufluchtsort haben, wo sie etwa Babynahrung wärmen können, andererseits sollen hier auch alle Infos zusammenlaufen, um die Bevölkerung stets auf dem Laufenden halten zu können. Als zweites Projekt wollen wir die Umwandlung unseres Kriegerdenkmals in ein Friedensdenkmal abschließen.

Das Mahnmal soll weiter an die Toten der beiden Weltkriege erinnern, aber der Friedensaspekt soll noch mehr in den Vordergrund rücken. Denkmäler sind nicht starr - ihre Bedeutung verändert sich, und es gilt, diesen Prozess entsprechend zu begleiten. Ich stehe auch dazu, das Denkmal nach der Sanierung am Kirchenplatz aufzustellen.

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