NÖM AG baut weiter in Baden aus. Ausbauprogramm am Produktionsstandort Baden setzt sich fort. „Fru fru“-Eis als Neuheit.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 07. Mai 2019 (04:26)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Im ehemaligen Baumax-Gebäude neben der Molkerei entsteht ein modernes Kühllager. Fussi
Fussi

Der Milchverarbeiter NÖM AG, Badens größter Industriebetrieb, wird heuer zwischen zehn und 15 Millionen Euro an seinem Produktionsstandort Baden in neue Technologien investieren. Das kündigt NÖM-Vorstandssprecher Alfred Berger in einem Interview mit dem Magazin „iv-positionen“ an.

„Ein Teil dieses Betrages fließt in die Errichtung eines modernen Kühllagers“, sagt der NÖM-Chef. Das Gebäude entsteht auf jenem Areal, wo früher eine Filiale der Baumarkt-Kette baumax gestanden ist. Schon im Vorjahr hatte die NÖM AG in Baden zwölf Millionen Euro investiert – unter anderem in eine neue Flaschen-Abfüllanlage und in eine modernere Sortieranlage.

„Ein Teil dieses Betrages fließt in die Errichtung eines modernen Kühllagers“

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet, hat die NÖM AG im Vorjahr einen Umsatz von 344,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Er beruft sich dabei auf den Konzernjahresbericht 2018 der Raiffeisen-Holding NÖ Wien. Die Umsatzzahlen waren um 1,8 Prozent geringer als 2017. Das Vorsteuerergebnis ist von fünf auf rund 6,1 Millionen Euro gestiegen. Der Anteil des Auslandsgeschäfts macht 45 Prozent aus. Mit seinen 800 Beschäftigten ist das Unternehmen auf 25 europäischen Märkten tätig, wovon Italien und Deutschland die größten sind.

Die jüngste Innovation aus Baden betrifft die Marke „fru fru“, das älteste Fruchtjoghurt Österreichs, das erstmals auch als Sauermilcheis in den Sorten Erdbeer und Mango verarbeitet wird und seit kurzem erhältlich ist. Um das fru fru zum Eiserlebnis zu machen, bedurfte es italienischer Eismacherkunst aus langer Tradition: Niemand geringerer als der bekannte Eismacher Molin-Pradel des Eissalons am Schwedenplatz unterstützt die NÖM in der Herstellung.

Das Unternehmen mit Sitz in Baden wurde 1898 von Franz v. Pirko als „Niederösterreichische Molkerei reg. Genossenschaft mbH“ gegründet. Pro Jahr verarbeitet die NÖM in Baden rund eine halbe Milliarde Liter Rohmilch zu Trinkmilch, Milchfrischeprodukten, Joghurt, Kefir, Buttermilch, Frischkäse, Topfen und Schlagobers – sowie zu Butter und Milchpulver. Beliefert wird das Unternehmen von rund 3.000 Milchbauern der MGN (Milchgenossenschaft Niederösterreich), die 25 Prozent der NÖM-Anteile hält. Mehrheitseigentümer ist mit 75 Prozent die im Eigentum der Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien stehende Niederösterreichische Milch Holding.