Badener Wirtschaftsanwalt verkauft Immofinanz-Anteil. Der österreichische Investor und s-Immo-Kernaktionär Ronny Pecik hat rund 11 Prozent an der Immofinanz AG erworben. Das berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 28. Februar 2020 (16:52)
Rudolf Fries wähhrend einer Pressekonferenz in Wien. Archivbild aus dem Jahr 2007,
APA/ROBERT JAEGER

Das lässt Fusionsgerüchte rund um die beiden Immobilienfirmen wieder neu aufleben, die gemeinsam auf ein Immobilienportfolio im Volumen von rund 7 Mrd. Euro kommen würden.

Pecik wollte die Transaktion auf Bloomberg-Anfrage nicht bestätigen.

Verkauft haben soll das zu aktuellen Kursen rund 286 Mio. Euro schwere Aktienpaket eine Investorengruppe rund um Immofinanz-Großaktionär Rudolf Fries. Der Anwalt mit Sitz in Baden bei Wien ist auch stellvertretender Aufsichtsratschef der Immofinanz. Fries war dem Bericht zufolge für keine Stellungnahme erreichbar.

Pecik ist bereits zu rund 14 Prozent an der s Immo beteiligt. Erst Mitte Jänner hatten er und sein Schweizer Partner Norbert Ketterer ihren Anteil an der börsennotierten Immobilienfirma von 10,13 auf 14,24 Prozent aufgestockt. Bei der Kapitalerhöhung erwarb die ihnen zuzurechnende Etamin GmbH & Co KG 3,7 Mio. neue Aktien. Von den 14,24 Prozent hält die Gesellschaft Etamin 5,21 Prozent direkt, 9,03 Prozent entfallen auf die Hamamelis GmbH & Co KG.

Die s Immo und die Immofinanz sind auch gegenseitig aneinander beteiligt. Eine Verschmelzung der beiden Firmen, die seit Jahren nicht gelingt, scheiterte zuletzt im November. Doch nun gehören Pecik und der s Immo gemeinsam 23 Prozent der Immofinanz-Anteile. Damit haben sie auch einen signifikanten Stimmrechtsanteil bei der Hauptversammlung.