Traiskirchner Kalender macht Gusto auf Saisonales. Einen saisonalen Überblick über das Gedeihen von Obst & Gemüse gibt neuer Jahreskalender der Stadt Traiskirchen.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 14. März 2021 (04:34)
Wann hat welches Obst oder Gemüse Saison? Der Traiskirchner Jahreskalender gibt die richtigen Antworten darauf.
Stadtgemeinde Traiskirchen, Stadtgemeinde Traiskirchen

Die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, die in den Regalen diverser Lebensmittelhändler angeboten werden, wachsen nicht zu jeder Jahreszeit und hätten, wenn man die Sache regional betrachtet, des Öfteren „Verkaufspause“. Weil das nicht so ist und etwa Erdbeeren, die bei uns nur im Frühjahr wachsen, von Ländern wie Spanien oder Italien importiert werden, wissen die Konsumenten eigentlich „nicht mehr, wann welches Obst und Gemüse Saison hat“, berichtet Marcus Racz von der Stadtgemeinde Traiskirchen.

Dem will der diesjährige Jahreskalender abhelfen und aufzeigen, wann welches Obst und Gemüse in Österreich wachsen. Für die pädagogische Verbreitung in den Schulen ist Anja Adelmann zuständig. Auch sie hat festgestellt: „Es sind nicht nur die Kinder, die nicht wissen, dass viele in den Supermärkten angebotene Apfelsorten nicht in Österreich wachsen, sondern etwa aus Neuseeland importiert werden, sondern auch deren Eltern“.

Deshalb bietet der Kalender auch einen Jahresübersichtsplan, anhand dessen klar ersichtlich ist, wann welche Obst bzw. Gemüsesorte wächst.

Die abgebildeten Sorten hat Racz selbst gezeichnet. Der Fokus liegt dabei auf regionstypischer Ware und eine Benennung nach der einheimischen Bezeichnung. „Man darf nicht vergessen, dass Kinder sehr dem Einfluss deutscher Fernsehsender und daher auch der deutschen Bezeichnung von Essen ausgesetzt sind“, weiß Adelmann. Da es ihr jetzt nicht möglich ist, in Schulen zu gehen, hat sie eine Mappe zusammengestellt, mithilfe derer die Pädagoginnen und Pädagogen das Thema saisonales Obst und Gemüse erarbeiten können.

Die Traiskirchner Direktvermarkter wurden noch nicht in die Kalendererstellung miteinbezogen. Bürgermeister Andreas Babler, SPÖ, hält das jedenfalls für kommende Jahre für eine Überlegung wert.