Silvester feiern in aller Ruhe im Bezirk Baden

Erstellt am 29. Dezember 2021 | 04:29
Lesezeit: 4 Min
Axel Nemetz
Sorgenvoll blickt Axel Nemetz ins neue Jahr, will aber trotz allem positiv bleiben. Das vergangene Jahr hat er für zahlreiche Umbauten im Haus genutzt.
 
Foto: Jandrinitsch
Bekannte Persönlichkeiten aus dem Bezirk Baden erzählen, wie sie heuer zu Silvester das Jahr ausklingen lassen werden.
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Ob der pandemischen Lage müssen große Silvesterfeiern wie bereits im vorherigen Jahr auch heuer wieder ausbleiben. Zusammenkommen im kleineren Kreise sind jedoch möglich, und so werden es auch Prominente aus dem Bezirk etwas ruhiger angehen.

"Ich werde kurz zu ein paar Polizeiinspektionen fahren und auch sonst einige Bekannte abklappern. Wir werden einen Kaffee oder auch ein Glas Sekt trinken." Josef Balber, Bürgermeister Altenmarkt an der Triesting

Josef Balber (ÖVP), Bürgermeister der Marktgemeinde Altenmarkt an der Triesting und Abgeordneter zum niederösterreichischen Landtag, werde ein paar Menschen, zu welchen er regelmäßigen Kontakt pflege, ein letztes Mal im Jahr besuchen: „Ich werde kurz zu ein paar Polizeiinspektionen fahren und auch sonst einige Bekannte abklappern. Wir werden einen Kaffee oder auch ein Glas Sekt trinken. Am Abend sind wir – wie die letzten 40 Jahre auch schon – bei Freunden eingeladen.“

Balber sei wichtig, dass alle Mitglieder der beiden Familien, die sich träfen, geimpft und zusätzlich getestet seien. Als Vorsatz für das neue Jahr nehme sich der Bürgermeister vor, „die Projekte für das Triestingtal, wie die Klimaenergiemodelregion, den Wienerwaldtourismus und den Radweg auf der stillgelegten Bahntrasse umsetzten zu können.“ Für Balber persönlich sei vor allem wichtig, dass er und seine Familie gesund blieben.

Auch Badens Vizebürgermeisterin und Landessprecherin der niederösterreichischen Grünen, Helga Krismer, werde den Jahreswechsel „vermutlich wie die meisten etwas ruhiger feiern“, als sie möchte. „Angesichts der epidemiologischen Lage werden wir dieses Jahr also im kleinen Kreise ausklingen lassen“, ergänzt Krismer. Vorsätze habe die Politikerin und Veterinärmedizinerin zu Neujahr grundsätzlich nicht, dafür äußert sie einen Wunsch: „Ich hoffe, dass wir es endlich schaffen werden, Corona ein für alle Mal aus der Welt zu räumen. Es wird noch einige Tausend Menschen brauchen, um die Pandemie zusammen zu meistern.“

Für Axel Nemetz, den Geschäftsführer des „At the Park Hotel“, welches, wie der Name schon verrät, am Badener Kurpark liegt, werde Silvester zur Herausforderung: „Die vorverlegte Sperrstunde auf 22 Uhr bringt uns die Planung unserer Silvestergala im Hotel komplett durcheinander. Wir hätten eigentlich geplant, den Abend des 31. Dezember mit unseren Gästen zu verbringen.“

"Ich wünsche mir, die Energiereserven aufrecht zu halten."
Axel Nemetz, Hotelier „At the Park Hotel“

Verglichen zur Zeit vor Corona sie die Auslastung schlecht, man liege bei etwa 30 Prozent. Ob die Feier stattfinden könne, hänge von der Buchungslage ab. Grundsätzlich sei für maximal 60 Personen Platz, wenn etwa 30 Personen reservierten, zahle es sich wirtschaftlich aus das Galadinner abzuhalten. „Derzeit warten wir mit der Entscheidung noch zu, wir erwarten auch leider weitere Absagen“, so Nemetz vor Redaktionsschluss am Montag.

Der Vorsatz des Hoteliers sei, „dass die Energiereserven und die Kreativität der letzten fast zwei Jahre weiterhin anhalten wird, ich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach wie vor etwas bieten kann und wir mit zwei blauen Augen aus der Krise kommen werden.“

Die Vorsitzende des Tourmismusvereins Baden und Umgebung, Erna Koprax, werde den Wechsel des Jahres wie Krismer und Balber ebenso im kleinen und familiären Kreis verbringen. „Wenn es möglich ist, werden wir allerdings das Neujahrskonzert am ersten Jänner in Baden besuchen. Das haben sich mein Mann und ich vorgenommen“, erzählt Koprax.

Die letzten Jahre über sei es den beiden stets gelungen, beim traditionellen Konzert dabei zu sein. Auch die Obfrau des Tourismusvereins hat für 2022 eher Wünsche als Vorsätze: „Ich wünsche mir, dass wir alle Corona gut in den Griff bekommen, dass viele Mitbürgerinnen und Mitbürger in sich gehen und die Situation überdenken und es zu der Einsicht kommt, dass uns die Impfung wieder zu einem normalen Leben zurückführen kann.“

"Auf Raketen verzichten wir schon seit Jahren." Norbert Ruhrhofer, Krimiautor

Dass der Bad Vöslauer Autor der Wiener Speckgürtel-Krimis, Norbert Ruhrhofer, Silvester gemütlich verbringen werde, liege nicht nur an den derzeitigen Einschränkungen: „Wir haben Ende Mai einen Beaglewelpen namens Benni als Familienmitglied aufgenommen. Da wissen wir noch nicht, wie er sich bei dem Lärm schlägt. Wir gehen es also ruhig an. Auf Raketen verzichten wir schon seit Jahren.“ Weihnachten habe Ruhrhofer mit seiner Frau in einem kleinen Thermenhotel in Bad Gleichenberg verbracht, zu Neujahr sei man bei Freunden zu Hause eingeladen.

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