Josefsplatz: Ärger über die Baustelle

Erstellt am 19. August 2013 | 00:00
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Foto: NOEN, NÖN
Kritik / Opposition beklagt Verzögerungen der Arbeiten. Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP) will davon nichts wissen.
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Von Stefan Jedlicka

Kritik / Neue Kritik am Großprojekt Neugestaltung des Josefsplatzes. Schon in den Wintermonaten haben die ersten Arbeiten dafür stattgefunden. Nach wie vor präsentiert sich der zentrale Platz allerdings als Baustelle. Dass die Arbeiten zwischenzeitlich völlig still gestanden sind, nimmt Bürgerlisten-Chef Jowi Trenner aufs Korn. Er wirft den Verantwortlichen Dilettantismus vor (siehe Sommergespräch, Seite 10/11).

Vizebürgermeisterin spricht von Problemen mit ausführenden Firmen

Auch SPÖ-Vorsitzender Markus Riedmayer ist verärgert: „Das Ganze ist ganz sicher keine 850.000 Euro wert. Was dort passiert, ist von der politischen Entscheidung bis zur Umsetzung und Baustellen-Koordination Pfusch. Da sind so viele Fehler passiert. Wir haben die ganze Sommersaison über dort eine Baustelle gehabt. Es geht alles nur zäh voran.“

Versäumnisse räumt Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) ein. Diese seien jedoch nicht auf Seiten der Stadtregierung zu suchen. Vielmehr habe man Schwierigkeiten mit den ausführenden Firmen. „Ich stehe zu dem Projekt. Die Umsetzung gefällt mir natürlich nicht. Es hängt an verschiedenen Dingen, wie das bei Ausschreibungen leider manchmal so ist.“

„Ausführung war immer in Etappen geplant“

Sie bedauert: „Es ist schade, wenn ein gut geplantes Projekt von Externen so in den Sand gesetzt wird und die Bürger dann die Stadtpolitik verantwortlich machen, was in diesem Fall aber wirklich nicht stimmt. Jeder, der zuhause eine Baustelle gehabt hat, weiß, dass es immer wieder Komplikationen geben kann.“

Kein Problem sieht hingegen Bürgermeister Kurt Staska (VP). Die Arbeiten liegen nach wie vor im ursprünglichen Zeitplan“, betont er: „Es war von Anfang an klar, dass sie in Etappen durchgeführt werden, um die Gastronomie und die Veranstaltungen am Josefsplatz nicht zu stören.“ So wären beispielsweise das Steirische Frühlingsfest oder diverse Märkte sonst nicht durchführbar gewesen.

Und Staska ist überzeugt: „Sobald der Platz fertig ist, werden sich alle darüber freuen, dass auch die letzte Etappe der Neugestaltung der Innenstadt positiv abgeschlossen ist. Nur vorher wird eben von manchen alles schlecht gemacht.“

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