Über 266.761 Besucher beim Fotofestival zu Gast. Neuer Rekordwert an Besuchern erfreut Verantwortliche. Gegenseitige Dankesbekundungen und Präsentation der Leica-Sieger.

Von Andreas Fussi. Update am 08. Oktober 2019 (09:59)

Das zweite Fotofestival „La Gacilly Baden Photo“ ist Geschichte und Festivaldirektor Lois Lammerhuber verkündete bei der Finissage am Freitag Rekordzahlen: 266.761 Besucher wurden von der Event-Resource-Management Plattform ExpoCloud zwischen 1. Juni und 30. September gezählt. Im Vorjahr waren es 189.258 Leute.

„Die vier Monate sind viel zu rasch vorbeigegangen“, fand ÖVP-Bürgermeister Stefan Szirucsek, der oft angesprochen worden war, dass das Festival „noch schöner als 2018“ war. „Es war anders, nicht schöner, die Welt war bei uns zu Gast“, konkretisierte er. Die 40 verschiedenen Ausstellungen regten zum Nachdenken an, in Bezug auf den Zustand der Erde. „Die Stadt Baden will nachhaltig sein, das Festival ist ein wichtiger Baustein dazu“, dankte er dem Verein Fotofestival.

Lammerhuber nahm den Ball auf und dankte seinerseits der Stadt Baden – „man muss sich so etwas einmal trauen“. Und er dankte als Metaebene dem Land NÖ, ebenso EcoPlus, die dazu beitragen, „dass dieses Pflänzchen gedeihen kann“, sagte Lammerhuber. Er habe im Vorfeld 119 Unternehmen besucht und 70 davon schließlich als Förderer gewinnen können, dankte er den vielen Sponsoren. Er würdigte auch den Einsatz der Medien, alleine zum Eröffnungswochenende waren 71 (inter)nationale Vertreter anwesend. Er dankte den „vielen klugen Köpfen und fleißigen Händen“ in allen Abteilungen der Stadtgemeinde. Zuletzt galt sein Dank den Mitarbeitern seiner Edition Lammerhuber, nicht ohne auch die französischen Partner hervorzuheben.

Austronauten-Bild für den Bürgermeister

„Ein besonderer Dank gilt aber der Frau an meiner Seite, die mit mir durch dick und dünn geht – sie trägt und hält mich und fördert mich, wenn ich einmal müde bin“, würdigte Lois Lammerhuber seine Frau Silvia.

Als Zeichen des Dankes schenkte er Szirucsek eines der Bilder, das ESA-Astronaut Thomas Pesquet von der Internationalen Raumstation ISS aufgenommen hat, auf dem auch Baden zu erkennen ist. Stellvertretend für die vielen Besucher übergab er Fotograf Florian Czech eines der Eisberg-Bilder von Philippe Bourseiller. Der französische Fotograf hat alle seine zwöf im Doblhoffteich ausgestellten Bilder (190 x 120 cm) zur Verfügung gestellt. Diese können nun erworben werden. Der Ausrufungspreis ist der Materialwert. Infos dazu gibt es auf der Homepage. Der Erlös geht an einen guten Zweck.

Der Großteil der ausgestellten Bilder geht wieder zurück nach Frankreich, wo sie im Depot gelagert werden.

Nach einer Lesung von Gedichten von Lydia Steinbacher, Poetin in Residence, zu den von Artist in Residence William Albert Allard gemachten Bildern, äußerten sich in einer amüsant von Thomas Jorda geleiteten Podiumsdiskussion Günther Ofner, Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG, Fritz Franz Vogel, Schweizer Kulturwissenschaftler und Peter-Matthias Gaede, Chefredakteur von GEO (1994–2014) über das Festival. Anschließend wurden von der Firma Leica die drei besten Festivalbilder gekürt. Es siegten Martin Schindler & Svetlana Dimand vor Sergiu Borcuta und Margit Taferner.

Zum Abschluss zeigte sich Ehrengast Elisabeth Udolf-Strobl, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, „schwer beeindruckt“ vom Festival. Sie verstehe die Wehmut, dass es nun zu Ende gegangen sei, freue sich aber schon auf die Schau im nächsten Jahr.

Umfrage beendet

  • Hat Euch das Fotofestival heuer gefallen?