Heiligenkreuz: Seit zehn Jahren Abt. Pater Maximilian Heim ist seit 2011 der 68. Abt des Stiftes Heiligenkreuz. Via Online-Kanälen wendet er sich an die Gläubigen.

Von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 27. Februar 2021 (03:44)
Vom Künstlermönch Pater Raphael bekam Abt Maximilian ein Käuzchen aus Bronze.
Stift Heiligenkreuz

Am 10. Februar 2011 ist der damalige Prior des Zisterzienserklosters von Stiepel (Bochum) Pater Maximilian Heim vom Kapitel des Stiftes Heiligenkreuz zum Abt gewählt worden. Maximilian Heim ist der 68. Abt des Stiftes Heiligenkreuz, Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation und Großkanzler der Phil.-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz. „Es ist so schön hier, wir können miteinander beten, essen und feiern. Jeder der Mitbrüder hat seine eigene wertvolle Begabung“, sagt Abt Maximilian. Seit 2011 ist er österreichischer Staatsbürger.

Maximilian Heinrich Josef Heim (OCist) wurde am 14. April 1961 in Kronach der Lucas-Cranach-Stadt in Bayern geboren, studierte nach seinem Abitur am Gymnasium in Kulmbach ab 1981 Katholische Theologie an der Universität Augsburg. 1982 inskribierte er an der Hochschule Heiligenkreuz und trat 1983 in das Heiligenkreuzer Noviziat ein. 1987 wurde er an der Universität Wien zum Magister theologiae spondiert und am 30. April 1988 in Heiligenkreuz zum Priester geweiht. Mit drei weiteren Mitbrüdern wurde er zu einer Klosterneugründung ins Ruhrgebiet entsandt. Er ist einer der Gründermönche des Priorates Stiepel in Bochum.

1996: Rückkehr nach Heiligenkreuz

Im Jahr 1996 wurde er durch Abt Gerhard Hradil nach Heiligenkreuz für die Ämter des Novizenmeisters und Kantors zurückberufen. 37-jährig wurde er von Abt Gregor Henckel-Donnersmarck zusätzlich zum Prior des Stiftes Heiligenkreuz bestellt. 2003 wurde er zum Doctor theologiae promoviert und lehrte von diesem Zeitpunkt an bis zu seiner Wahl zum Abt von Heiligenkreuz Fundamentaltheologie an der Heiligenkreuzer Hochschule. Das Jubiläum wurde natürlich gebührend gefeiert. Pater Prior Meinrad hielt eine Ansprache, seine Vorgänger Abt Gerhard Hradil und Abt Gregor Henckel-Donnersmarck und viele Mitbrüder haben – nach negativen Coronatests – mitgefeiert. „Ein besonderes Geschenk überreichte Künstlermönch Pater Raphael, ein kleines Käuzchen aus Bronze, das er aus Baumrinden von der Platane im Stiftshof gefertigt und in Bronze gegossen hat“, freut sich Abt Maximilian.

Bruder Bernhard konnte nicht teilnehmen, er war schwer an Corona erkrankt und musste auf der Intensivstation behandelt werden. Die Folgen sind noch spürbar, derzeit erholt er sich auf der Pflegestation der Marienschwestern in Vorau.

Corona hat auch die Gemeinschaft getroffen, über 20 Brüder hatten sich infiziert. „Wir haben Weihnachten über You Tube, EWTN und auf anderen Kanälen mit den Gläubigen gefeiert und planen die Liturgie der Karwoche und die Auferstehung in dieser Art zu übertragen“, berichtet der Abt.