Veitsau/Berndorf: „Brumm-Brumm“ seit 50 Jahren

Erstellt am 31. Januar 2022 | 05:56
Lesezeit: 4 Min
Der Berndorfer Faschingsgruß bleibt während der närrischen Zeit der Gruß schlechthin.
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Seit nunmehr 50 Jahren hat der Gruß bis heute nichts an seinem Charme verloren. Die Idee kam von Helmut Birbamer: „Nachdem das Wappentier unserer Stadt der ‚Bär‘ ist, war „Brumm-Brumm“ naheliegend und es freut mich, dass er noch immer als Faschingsgruß beliebt ist. Ich werde versuchen, ein Treffen mit unseren ehemaligen Gardedamen zu organisieren“, sagt er im Gespräch mit der NÖN.

Nur am Faschingsdienstag heuer Programm geplant

Bis heute ist die „Erste Berndorfer Faschingsgilde“ mit ihren feschen (zurzeit sechszehn Mädchen) Gardemädchen beliebt und auch die Berndorfer Faschingsumzüge, die seit 1971 stattfinden (mit Unterbrechungen), sind ein wahrer Publikumsmagnet. „Corona-bedingt wird heuer nur am Faschingsdienstag (1. März) in der Fußgängerzone gefeiert, sofern die Maßnahmen es erlauben“, kündigt der amtierende Präsident Heinz Zeller traurig an.

Helmut Birbamer war der zweite Faschingsprinz (1972) mit dem klingenden Namen „Helmut von der goldenen Hobelscharte“. Er holte sich seine Prinzessin „Edith von Hoppelhausen“ (Edith Hoppel) und sogar einen Hofnarren, den Egon Zodl perfekt mimte. Das stattliche Prinzengefolge brauchte nur mehr eine dementsprechende Garde, deshalb gründete Birbamer 1972 die Prinzengarde, die aus neun feschen Damen bestand. Fünf Jahre lang war er Gardeleiter und Trainer.

Zur Prinzengarde, die bereits ein Jahr später aus zwanzig Damen bestand, gesellte sich auch eine Jugendgardegruppe dazu, mit sechszehn Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren. 50 Jahre später ist die Garde noch immer beliebter Bestandteil des Berndorfer Faschings.

„Fasching wurde in Veitsau immer schon gerne gefeiert, nach der Besatzungszeit verkleidete man sich, zog von Haus zu Haus um ‚abzusammeln‘, um dann das Geld in flüssiges Gold zu investieren“
Helmut Birbamer

Helmut Birbamer bleibt aber auch immer mit seinen Prunkwägen in Erinnerung, so gab es sogar eine eigens gebaute Lokomotive, die dampfend durch die Stadt zog, oder ein Berndorf Taxi und vieles mehr. „Fasching wurde in Veitsau immer schon gerne gefeiert, nach der Besatzungszeit verkleidete man sich, zog von Haus zu Haus um ‚abzusammeln‘, um dann das Geld in flüssiges Gold zu investieren“ erzählt Birbamer launig.

1971 formierte sich ein kleiner Kreis rund um den damaligen Fremdenverkehrsobmann Alois Jeitler, der auch zum ersten Faschings-Präsidenten gewählt wurde, um Faschingsveranstaltungen professionell zu organisieren. Mit von der Partie waren Franz Haigl, Siegfried Grill, Adalbert Ringl, Hubert Haudek, Kurt Kohl, Helmut Birbamer und Hubert Holzinger. Das erste Prinzenpaar war Prinz Hubert I. von Haudekstein & Prinzessin Sissy I. von Silberblick (Hubert Haudek und Sissy Zingl).

So richtig zur hochoffiziellen Faschingshochburg wurde Berndorf 1973 dann mit der Vereinsgründung der „Ersten Berndorfer Faschingsgilde“. Bei der Gründungs- und Generalversammlung, am 11. Juni 1973, im Cafe-Restaurant Wogg, wurden in den Vorstand gewählt: Alois Jeitler als Ehrenpräsident, Thomas Kulovits als Ehrensenator, Leopold Höger als Präsident, Reinfried Wogg als Kassier und Kurt Kohl als Schriftführer. In den Elferrat zogen Adalbert Ringl, Hubert Holzinger, Franz Haigl, Rudolf Seidl, Siegfried Grill, Hubert Haudek und Helmut Birbamer.

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