"Rosenkonzert": Eindrucksvolle Uraufführung in Baden

Erstellt am 16. Juni 2022 | 05:55
Lesezeit: 3 Min
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Den besonderen Abend genoss auch Gemeinderat Ernst Schebesta, der den Künstlern herzlich zu ihrer Darbietung gratulierte. Foto: psb/c.kollerics
Foto: Foto: psb/c.kollerics
Die Musikfreunde Baden begeisterten im Rahmen ihres „Rosenkonzertes“.
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Das diesjährige Rosenkonzert, das nach zweijähriger Pandemiepause endlich über die Bühne gehen konnte, war gleichzeitig ein Jubiläumskonzert. Zum einen war das zehnjährige Jubiläum seit der Wiedergründung fällig. Zum anderen ist der künstlerische Leiter, Andelko Igrec, auch schon seit 10 Jahren am Wirken und hat für diesen Anlass ein eigenes Orchesterwerk komponiert, das, vom Publikum mit starkem Beifall bedacht, seine erfolgreiche Uraufführung hatte.

Die „Rhapsodie für Klavier und Orchester über ein Thema von Beethoven“ von Andelko Igrec stand am Beginn, ein beeindruckendes Werk, das nach orchestralem Beginn sehr bald das Soloklavier das Beethoven`sche Thema, das in Baden entstandene „Freude-Motiv“ der IX. Symphonie, anspielen lässt. Igrec versteht es, das Orchester sehr subtil das Soloklavier in gefühlvollem Piano begleiten zu lassen, ihm aber auch die Gelegenheit zu geben, in vollem Fortissimo sich zu präsentieren.

Ein eindrucksvolles Werk, das man gerne noch ein zweites oder drittes Mal hören würde, um seine versteckten Schönheiten genauer aufzuspüren und genießen zu können. Der junge Pianist Stipe Bilic, der das Werk erst relativ knapp vor dem Konzert studiert hatte, weil der ursprünglich vorgesehene Künstler abgesagt hatte, entledigte sich seiner Aufgabe mit Einfühlungsvermögen und technischer Bravour. Das Publikum im gut besuchten Festsaal des Casinos bedankte die Aufführung mit frenetischem Applaus und feierte nicht nur Solist und Dirigent, sondern auch das hervorragend disponierte Orchester.

Nach der Pause erklang Antonin Dvoraks Symphonie Nr. 8, in G-Dur, op. 88. Der Wiedergabe war anzuhören, dass es sich dabei um Igrec` Lieblingssymphonie des tschechischen Komponisten handelte. Mit Impetus stürzte er sich in diese Aufgabe und verstand es auch großartig, die schönsten Momente dieser herrlichen Musik hervorzuzaubern. Wie schon bei seinem eigenen Werk, konnte Igrec auch hier die Musiker zu wunderbarem Klang des Tutti animieren, aber auch das Orchester zurück-nehmen, etwa wenn einer der Musiker ein Solo zu intonieren hatte. Auch diesmal folgte langandauernder Applaus, unterbrochen von Bravo-Rufen.

Die „Badener Musikfreunde“ sind in den 10 Jahren ihres Bestehens zu einem homogenen Klangkörper geworden. Es wäre zu wünschen, dass dieser Zustand möglichst lange hält. Zum zehnten Geburtstag ein herzliches „ad multos annos“!

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