Drogen und Gewalt? Jugend sorgt sich um Sicherheit

Erstellt am 15. Juni 2015 | 07:44
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Jugendgemeinderat Baden
Foto: NOEN, privat/P. J. Hartberger
Gewählte Vertreter der Badener Jugend diskutierten wieder Ideen im Gemeinderatssitzungssaal im Rathaus.
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Seit drei Jahren bemüht sich das Politik Forum Baden um Einbindung der Badener Jugend in das politische Geschehen der Stadt. Knapp 30 Schüler der achten Schulstufen der Gymnasien Frauengasse und Biondekgasse sowie der Neuen Mittelschule diskutierten nun im Jugendgemeinderat am Dienstag wieder im Rathaus ihre Ideen und Wünsche.

Fußballplatz und Funcourt im Fokus

In den Vorjahren wurde auf Antrag der Jugendlichen zum Beispiel das Radfahren in der Fußgängerzone bis um 8 Uhr morgens erlaubt. Die Forderung nach billigerem Eintritt ins Strandbad hatte zur Folge, dass günstigere Spätbesucherkarten für Jugendliche eingeführt wurden. Auch der gewünschte Bikepark befindet sich mittlerweile am Areal des Skaterplatzes.

Jede Klasse wählte zwei Jugendgemeinderäte, die gemeinsam mit Mitschülern Ideen für die Stadt sammelten und diese mit Beamten und Gemeindevertretern in Ausschüssen vorbereiteten. Sie diskutierten die Anträge anschließend im Sitzungssaal und stimmten darüber ab. Alle angenommenen Anträge werden im nächsten Jugendbeirat der Stadt diskutiert und dem Bürgermeister vorgelegt.

Die Schüler sprachen sich dafür aus, im Mai und Juni das Strandbad ab 8 Uhr zu öffnen, um es bereits ab der ersten Unterrichtsstunde für den Turnunterricht zu nutzen. Man beschloss eine Revitalisierung des Fußballplatzes am Erzhäusl Graben, die Errichtung eines Funcourts für Ballsportarten und ein Outdoor Krafttrainings-Areal (Vorbild: Wiener Donauinsel).

Die Errichtung der Mehrzweckhalle am ehemaligen Eislaufplatz wird befürwortet. Sie soll auch ein Jugendcafé ohne Konsumationszwang beherbergen.

Benefizkonzert für Flüchtlinge in Planung

Der Jugendgemeinderat forderte außerdem verstärkte Polizeipräsenz vor Badens Schulen und in den umliegenden Parks. Dort soll es in letzter Zeit vermehrt zu gewalttätigen Übergriffen von Schülern und zu Drogenkonsum kommen.

Der Antrag der Jugendgemeinderätin Sophie Moser, ein Benefizkonzert für Flüchtlinge zu veranstalten, wurde mit großer Mehrheit angenommen. Mit Veranstaltern, Schulen, Vereinen und der Stadt soll dieses Projekt verwirklicht werden.
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