Bürgermeister Singraber tritt zurück. Der beliebte Kaumberger Langzeitbürgermeister stellt mit Ende des Monats alle seine politischen Funktionen zur Verfügung und tritt den Ruhestand an.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 14. Februar 2017 (05:00)
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Überraschender Rücktritt: Michael Singraber.
Holzinger.Presse

Völlig überraschend gab der Kaumberger Bürgermeister Michael Singraber (ÖVP) seinen Rücktritt per 28. Februar bekannt. Laut einer offiziellen Presseaussendung stünde sein Pensionsantritt bevor und deshalb lege er auch gleichzeitig alle seine politischen Funktionen zurück.

Singraber war seit dem 1. Juli 1984 politisch tätig und ab 13. April 1993 bis heute Bürgermeister der rund 1.100-Seelengemeinde. Nachdem der flächendeckende Glasfaserausbau der Gemeinde Kaumberg anstünde und die Jugend damit besser umgehen könne, wäre es sinnvoller, die Funktion in jüngere Hände zu legen, meint der beliebte Ortsvorstand. Mit Singraber verliert die Marktgemeinde Kaumberg einen Bürgermeister mit Handschlagsqualität, der für die Bürger immer ein offenes Ohr hatte.

Singraber brachte einen Modernisierungsschub

Kaumberg verdankt seinem langjährigen Ortschef nicht nur die Marktplatzgestaltung, sondern unter anderem auch das Kanalbauprojekt, die Erdgasversorgung, die Post und EVN-Verkabelung, die Erweiterung der Wasserversorgung, den Ausbau des Radwegnetzes und des Musikheims, Wohnraumschaffung und – nicht zu vergessen – die Wasser-, Kanal- und Stromversorgung der Araburg mitsamt dem Ausbau des ehemaligen Pferdestalles und den Baurechtsvertrag mit dem Stift Lilienfeld.

„Für mich war die Zusammenarbeit in der Triestingtaler Leader-Region immer eine Herzensangelegenheit und ich danke jenen, die mir in all den Jahren zur Seite gestanden sind und mich bei meiner Arbeit unterstützt haben“, so der scheidende Ortschef.

„Vor allem möchte mich bei allen Kaumbergern für das jahrzehntelange Vertrauen bedanken, dass sie mir entgegengebracht haben. Gemeinsam war es möglich, alle diese Projekte umzusetzen. Ich wünsche dem neuen Team viel Freude und Erfolg bei seiner Arbeit zum Wohle unser schönen Heimatgemeinde.“ Siehe auch Seite 4