Maibaum in Pfaffstätten umgesägt. Bürgermeister Christoph Kainz sprach angesichts des umgeschnittenen Baumes sogar von Vandalismus.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 07. Mai 2020 (05:10)
Ein glatter Schnitt bereitete dem Maibaum ein vorzeitiges Ende. Mittlerweile wurde er wieder aufgestellt.
NOEN

Denn gemäß dem traditionellen Brauchtum wird der Maibaum in jener Nacht umgeschnitten, die dem Tag folgt, an dem der Baum aufgestellt wurde. In Pfaffstätten ließ Ortschef Christoph Kainz, ÖVP, den Maibaum streng nach Vorschrift von einer Firma ohne Beteiligung von Dritten schon am 29. April aufstellen.

Er meint: „Also wenn jemand schon in Zeiten wie diesen auf die Idee kommt, den Baum umzuschneiden, hätte man es in der Nacht vom 29. auf 30. April machen müssen. Die unbekannten Täter haben aber erst in der Nacht vom 30. April auf 1. Mai zugeschlagen, das hat meiner Meinung nach überhaupt nichts mit Brauchtum zu tun“, ärgert sich der Bürgermeister, „bewacht wird der Baum nur in der ersten Nacht, noch dazu war der Wipfel extra abgesägt.“

Der Ortschef befindet, dass gerade in Coronazeiten an Traditionen festgehalten werden müsse, um den Menschen Mut, Zuversicht und Hoffnung zu geben. „Deswegen haben wir ja Kinder dazu aufgerufen, uns Bilder vom Maibaum zu malen, die wir dann auf den blauen Plakatflächen um den Baum herum zeigen wollen“, erklärt Kainz. Die Gemeinde hat aber schnell reagiert, der Maibaum wurde bereits wieder aufgestellt.