Schulen an der Kippe: Babler übt Kritik

Erstellt am 21. Januar 2022 | 15:13
Lesezeit: 3 Min
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Traiskirchen Stadtchef Andreas Babler
Foto: privat
Traiskirchens Stadtchef Andreas Babler, SPÖ, kritisiert den Umgang der Bundesregierung mit den Kinderbetreuungseinrichtungen und den Schulen. Vor allem, dass die PCR-Test-Auswertung immer noch nicht funktioniert, sei skandalös.
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Traiskirchen hat getan, was eine Stadt nur tun kann, um das Corona-Virus in all seinen Varianten in Schach zu halten. Vor etwa genau einem Jahr ließ Bürgermeister Andreas Babler, SPÖ, in allen Kinderbetreuungseinrichtungen seiner Stadt spezielle Luftreinigungsgeräte einbauen lassen, um die Schülerinnen und Schüler vor dem Virus zu schützen.

Die Stadt richtete Outdoorklassen ein, regelmäßig stellt sie kindergerechte FFP-Masken unentgeltlich den Schülern zur Verfügung. Trotzdem bringt Omikron die Kapazitäten der Stadt bis zum Anschlag, vor allem, was das Betreungspersonal in Kinderkrippe, Kindergarten und Hort betrifft. Wie die Gemeinden damit umgehen, war auch heute am Freitag Thema bei der Bürgermeisterkonferenz im Bezirk Baden.

Babler wehrt sich vehement dagegen, "Omikron in den Schulen einfach durchrauschen zu lassen. Es wurde immer gesagt, die Schulen bleiben offen und die Schulen sind für die Kinder dank der engmaschigen Testungen der sicherste Ort der Welt. Und dann funktionieren bis auf Wien die PCR-Tests in den Bundesländern nicht, weil die Ergebnisse nicht kommen, das ist eine Katastrophe", hält Babler fest.

Nachsatz: "Dass man jetzt nicht mehr tut oder sich nicht schon im Herbst auf die nächste Corona-Welle vorbereitet hat, von der alle Experten gesagt haben, dass sie kommen wird, ist eine Beleidigung für alle von uns, die die Lockdowns und alle anderen erforderlichen Maßnahmen mitgetragen haben", sagt der Bürgermeister.

Die NÖN wollte wissen, ob er daher für die generelle Umstellung auf Distance Learning in den Schulen und einen "Schul-Lockdown" sei. "Dafür ist es jetzt eigentlich schon zu spät. Die Maßnahmen hätte man sich schon viel früher überlegen müssen. Man hätte präventiv darauf schauen können, dass man im Winter weniger Schultage hat und dafür hätte man den Unterricht im Sommer verlängern können. Viele Eltern haben aber jetzt den Sommerurlaub schon gebucht."

Von einem durchgehenden Präsenzunterricht könne sowieso schon lange keine Rede mehr sein, durch die vielen infizierten Schülerinnen und Schüler. Babler sieht sich als Sprecher für die Kindergartenpädagoginnen und das Lehrpersonal inklusive Direktorinnen und Direktoren. "Auch wenn das nicht meine Aufgabe ist, aber gerade bei steigenden Infektionszahlen ist es wichtig, die Infrastruktur für die Kinder zu verbessern. So kämpfen wir in Traiskirchen jeden Tag darum, dass wir unseren Eislaufplatz geöffnet halten können."

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