Kinderfreunde Traiskirchen wollen Freude schenken. SPÖ und Kinderfreunde wollen Kindern aus nicht allzu begüterten Verhältnissen ihre Wünsche erfüllen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 26. November 2020 (03:33)
Dass Kinder Rechte haben, darauf machten die Kinderfreunde Traiskirchen vergangenen Freitag am Tag der Kinderrechte aufmerksam. Dieses Recht beinhaltet auch, dass Wünsche erfüllt werden. Daran arbeiten die Kinderfreunde gerade im Moment.
Stadtgemeinde Traiskirchen

Die Kinderfreunde Traiskirchen bringen die Aktion in die Stadt, mit dem Ziel, Traiskirchner Kinder, denen es nicht so gut geht, glücklich zu machen.

Die Vorsitzende der Ortsgruppe Sabrina Divoky erklärt: „Das Leben armutsbetroffener Kinder ist enorm belastet. Durch die Corona-Krise hat sich die Situation noch zusätzlich verschärft. Kinder leben in zu kleinen Wohnungen, oft ohne Balkon und Garten. Die Eltern sind unter Stress, weil sie vielleicht die Arbeit verloren haben. Die technische Ausstattung ist nicht vorhanden, um das Homeschooling mitmachen zu können. Genau für diese Kinder ist unsere diesjährige Kinderrechte-Aktion gedacht. Denn alle Kinder haben das Recht, glücklich zu sein.“

Die Kinderfreunde Traiskirchen überraschen Kinder aus finanziell benachteiligten Familien mit einem Wunschzettel, den die Kinder ausfüllen und bei den Kinderfreunden wieder abgeben können.

Die Kinderfreunde versuchen im nächsten Schritt, diese Wünsche – mithilfe von Spenderinnen und Spendern – zu erfüllen. Bis zum 24. Dezember sollen dann alle Geschenke bei den kleinen Empfängern sein und für leuchtende Kinderaugen sorgen.

20 Kinder sollen beschenkt werden

SPÖ-Gemeinderätin und Kinderfreunde-Mitarbeiterin Karin Blum macht bewusst: „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, 20 Traiskirchner Kinder zu beschenken, die vielleicht sonst kein Geschenk unter dem Baum gefunden hätten. Wir wissen natürlich, dass das nur ein kleiner Beitrag gegen die triste Situation von armutsbetroffenen Kindern ist, aber die Kinder sollen zumindest an diesen Tagen zu ihrem Recht auf Glück und Freude kommen.“

Und Bürgermeister Andreas Babler hält fest: „Es ist beschämend, dass in Österreich 324.000 Kinder in Armut leben müssen – das ist jedes fünfte Kind. Jedes fünfte Kind, das massiv benachteiligt ist, von Anfang an. Diese Kinder brauchen unsere volle Solidarität und PolitikerInnen, die den Mut und den Willen haben, Kinderarmut zu beseitigen.“