Ein Fest für den Heiligen Vinzenz. Weshalb der Märtyrer im Wienerwaldraum zu großen Ehren gelangte. Historischer Rückblick.

Von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 30. Januar 2019 (05:31)
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Pfarrer Josef Kantusch mit der Reliquie des Heiligen. Es gibt ein Dokument, dass die Echtheit bestätigt. In der Bildmitte die Fahne, welche beim Festumzug mitgetragen wird.
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Die Ortsgründung geht auf Kaiser Leopold I. zurück, der hier ab 1670 die ersten „Klausen“ (Holztriftanlagen) errichten ließ. Diese Anlagen vereinfachten den Transport der Baumstämme vom kaiserlichen Bannwald nach Baden und Laxenburg sowie in weiterer Folge nach Wien.

Der Überlieferung geriet vor 200 Jahren ein Holzknecht im Gebiet von Klausen – Leopoldsdorf, beim Holztransport in große Gefahr. Wäre nämlich der Schlitten wirklich umgestürzt, hätte die Fuhre den Arbeiter erschlagen. Dies geschah an einem 22. Jänner und in seiner Todesangst rief er den Heiligen Vinzenz an. Der Schlitten fand wieder seine Spur gefunden und der Arbeiter blieb verschont.

Dieses „Wunder“ machte die Runde und seitdem wird in diesem Raum der Heilige Vinzenz als Patron der Holzknechte gefeiert. Noch vor 30 Jahren richteten die Bundesforste dieses Fest für ihre Forstarbeiter aus. Nun veranstalten Pfarre, Fremdenverkehrsverein und die Bundesforste dieses Fest gemeinsam.

Vinzenz war Diakon in Valencia (Spanien) . Er starb vermutlich am 22. Jänner 304 als Märtyrer unter vielen Qualen.