Initiative: Hilfe für die Helfer. Junge Polizistin aus Klausen-Leopoldsdorf, die aus eigener Erfahrung weiß, welche Belastungen der Beruf mit sich bringt, rief die „Helferzone“ ins Leben.

Von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 30. April 2020 (05:34)
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Stefanie Jäger gründete die „Helferzone“ , um psychisch belasteten Einsatzkräften beizustehen.
privat

„Ich bin selbst Polizistin und hatte diese Idee schon länger, aber jetzt schien mir der Moment gekommen zu sein, in dem die Hilfe noch dringender benötigt wird, als sonst.“

Die Klausen-Leopoldsdorfer Jungpolizistin Stefanie Jäger versieht ihren Dienst in Wien und weiß genau, wie herausfordernd der Beruf bereits unter normalen Umständen sein kann. „In der Krise kommen aber viele weitere Faktoren hinzu“ , sagt die Gründerin der „Helferzone“.

Um Menschen in helfenden und systemrelevanten Berufen die Möglichkeit zu bieten, belastende Situationen und Erfahrungen nicht alleine verarbeiten zu müssen, bewog sie zu dieser Idee. Die Einladung lautet: „Red‘ ma drüber. Weil´s nicht wurscht ist.“

Die Kontaktaufnahme erfolgt via E-Mail oder Telefon. Es wird ein Termin vereinbart und die Beratung erfolgt online oder telefonisch, in geschütztem Rahmen und unter strikter Verschwiegenheit. Vorläufig bis 31. Mai kostenfrei für die oben genannte Zielgruppe.

Auf „helferzone.at/fuer-dich-da/“ befindet sich eine Übersicht der rund 25 freiwilligen Berater, die den Alltagshelden zur Verfügung stehen.

Mario Wachter, ein Mitglied der Helferzone erklärt: „Mir ist es wichtig, in diesen Zeiten für diejenigen, die an vorderster Front stehen, meine Hilfe anzubieten. Deswegen bin ich dabei.“ Auch nach der Coronakrise wird die Plattform weiterhin für Menschen aus helfenden Berufen bestehen und soll für psychologische Berater zum Erfahrungsaustausch und als Netzwerk zur Verfügung stehen.