Pfaffstätten: Trockenrasen offenhalten und Umwelt beschützen

Erstellt am 12. August 2022 | 05:46
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeister Christoph Kainz mit Landschaftspflegeverein-Geschäftsführerin Irene Drozdowski, Mitarbeiterin Melanie Frauendienst und den beiden Sponsoren Thomas Kuen und Theresa Korbuly.
Foto: Nadja Tröstl
Freiwillige entfernen mit Hacke und Krampen Büsche und Wurzeln.
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„Wir freuen uns, die Bevölkerung auf diesem nachhaltigen Weg mitzunehmen und zu der Mitarbeit an diesem Umweltprojekt zu motivieren“, sagt Bürgermeister Christoph Kainz, ÖVP.

In Pfaffstätten gibt es einen zehn Hektar großen Trockenrasen, der ähnlich einer Steppe ist und besonders artenreiche und uralte Lebensräume bietet. Das Ziel ist, die Umwelt zu beschützen und wieder zu kultivieren.

Das Team wird immer größer. 200 Volksschulkinder aus der Region und viele ehrenamtliche Personen engagieren sich. „Wir arbeiten daran, den Urwald der offenen Landschaften mit ihren Pflanzen und Insekten in ihrer biologischen Vielfalt zu erhalten“, sagt Irene Drozdowski, Geschäftsführerin des Landschaftspflegevereins. Mit den sogenannten Umweltbaustellen sollen auch überregional Hotspots gerettet werden, die Umwelt bewahrt und beschützt werden. „Es sind von dem Klimawandel nicht nur die Tropen oder Korallenriffe betroffen. Drei Viertel unserer Insekten sterben auch aus. Ohne Insekten würden wir auf meterhohen Abfällen stehen. Wir sollten uns die Art und Weise, wie wir mit unserem Planeten umgehen, dringend überlegen“, ergänzt Drozdowski. Das Mosaik aus Trockenrasenflächen in Pfaffstätten wird somit weiter intensiv kultiviert.

Denn: Ausgerüstet mit Astschere, Sägen und Krampen verfolgen 14 Freiwillige ein gemeinsames Ziel: die einzigartigen Flächen im Rahmen des Projektes „Vielfalt am Alpen- Ostrand“ des Österreichischen Alpenvereins zu erhalten und somit einen wichtigen Betrag zum Klima- und Artenschutz zu leisten. Schon zum fünften Mal findet bereits die „Vielfalt am Alpen-Ostrand“ des Österreichischen Alpenvereins-Sektion-Liesing-Perchtoldsdorf zusammen mit dem Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken und der Gemeinde Pfaffstätten mit Bürgermeister Christoph Kainz statt.

Aktives Engagement für Klima- und Artenschutz

Die Teilnehmenden schätzen natürlich neben der vielen Zeit in der Natur vor allem die Möglichkeit, sich für Klima- und Artenschutz zu engagieren. „Es ist eine schöne Erfahrung, sich in der Gruppe für eine Sache einzusetzen, die mir schon lange am Herzen liegt. Zu sehen, was wir gemeinsam schaffen können, macht mich stolz“, sagt Pia Wiechmann, die extra aus Deutschland angereist ist. Die Möglichkeit, mit Werkzeug zu arbeiten, wird auch von weiteren Teilnehmenden begrüßt: „Mir machen Umweltbaustellen so viel Spaß, weil ich neue Dinge ausprobieren kann, zu denen ich im Alltag nicht komme. Schließlich habe ich keinen Trockenrasen im Garten“, sagt Gisela Schaefer, eine der vielen Freiwillige.

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