Klimamodellregion Baden: Bis 2040 klimaneutral

Erstellt am 26. Januar 2022 | 05:36
Lesezeit: 3 Min
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Alexander Simader, Helga Krismer, Ingmar Höbarth, Stefan Szirucsek, Gerfried Koch und Klaus Weissmann bei der Präsentation im Kolpinghaus.
 
Foto: psb/c.kollerics
Klimarat der Stadt präsentierte Ergebnisse und startete damit Transformationsprozess, zur Erreichung der Badener Ziele.
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Baden geht seit über zehn Jahren einen konsequenten Weg in Richtung Klimaschutz. Die Klimamodellregion Baden wurde als Vorzeigegemeinde mehrfach ausgezeichnet. Nun wurden die Ergebnisse des kommunalen Klimarats der Stadt präsentiert.

Mit dem Innovationsprozess „Baden FIT für die Klimaziele machen“ hat die Stadtgemeinde bereits im Oktober mit 18 ausgewählten Bürgern, die zivilgesellschaftlich aufgefallen sind sowie 6 Experten und 9 sogenannten Challengern eine viertägige Klausur abgehalten. Nun wurden die Ergebnisse, mit den Kernbotschaften vorgestellt (siehe Infobox). „Baden ist eine der ersten Gemeinden in Österreich, die mit Bürgern einen solchen Prozess wagte. Damit wurde ein Transformationsprozess zur Erreichung einer klimaneutralen Stadt Baden bis 2040, gestartet“, freut sich Initiator Gerfried Koch.

„Die Gemeinden haben eine besondere Verantwortung zur Bewältigung der Klimakrise“ Helga Krismer

„Der Klimawandel ist in den Gemeinden spürbar geworden. Die Initiative ‚Baden FIT für die Klimaziele machen‘ ist der Start unseres Weges in Richtung Klimaneutralität. Ich danke allen Teilnehmern, die ihre Ideen eingebracht haben. Der vorliegende Bericht ist eine wichtige Grundlage für unsere weitere klimapolitische Arbeit in Baden“, betont Bürgermeister Stefan Szirucsek (ÖVP) bei der Präsentation. Auswirkungen der Klimakrise seien etwa Hitzeperioden, welche besonders ältere Menschen im Alltag belasten.

Weiters leiden Pflanzen und Grünräume unter Trockenstress und Starkniederschläge bringen Regenwasserleitungen zum Überlaufen.
„Die Gemeinden haben eine besondere Verantwortung zur Bewältigung der Klimakrise“, stellt Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) fest. Es müsse gehandelt werden – „die Zeit bis 2040 wird knapp“, meint Krismer (Grüne). „Mit unserem Badener Klimarat waren wir wieder einmal Vorreiter und können nun auf Empfehlungen der Bürger zugreifen. Der Prozess hat auch gezeigt, dass es für die Vernetzung aller Akteure noch mehr Unterstützung braucht“, ergänzt Krismer.

„Baden hat wieder einmal Innovationskraft gezeigt“

Der Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, Ingmar Höbarth, betont: „Die Klima- und Energie-Modellregion Baden hat wieder einmal ihre Innovationskraft gezeigt. Baden hat als österreichischer Vorreiter einen Klimarat mit einem vorbildlichen Prozess auf kommunaler Ebene umgesetzt.“ Unter der Leitung von Innovations-Experten Klaus Weismann und dem Klima- & Energiefachmann Alexander Simader, haben die Teilnehmer in einem viertägigen Workshop die Herausforderungen der Zukunft, Schlüsselfragen zur Klimaneutralität, Visionen, Kernbotschaften und Empfehlungen, die Mut machen sollen, formuliert.

Die Teilnehmer haben ihre Alltagserfahrungen und persönlichen Herausforderungen im Klimaschutz eingebracht. Zu den gewählten Themen Wirtschaft, Lebensstil, Mobilität und Gebäude standen namhafte Experten für Fragen und Antworten zur Verfügung. „In 11 Jahren Klimamodellregion Baden war dieser Prozess einer der spannendsten für mich. Ich freue mich auf die weiteren Aktivitäten mit Menschen aus Baden, um die Klimaziele von Paris in unserer Gemeinde zu erreichen“, betont Koch.

Der Klimarat Baden war Auftakt eines Prozesses zur Erreichung einer klimaneutralen Stadt. „Baden hat in 18 Jahren noch viel CO2 einzusparen. Der nächste Schritt ist ein konkreter Klimafahrplan bis 2040, um der jüngeren Generation eine lebenswerte Zukunft in Baden zu sichern“, kündigt Koch an.

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