Anzeige gegen Trumauer Bürgermeister und Nationalrat Kollross

Erstellt am 23. März 2022 | 14:07
Lesezeit: 2 Min
Anzeige gegen Trumauer Bürgermeister Kollross
Bürgermeister Andreas Kollross
Foto: Thomas Lenger/monatsrevue.at
Die Polizei ermittelt laut einem Medienbericht gegen Bürgermeister und Nationalrat Andreas Kollross wegen Körperverletzung. Der Politiker bestreitet den Vorwurf.
Werbung

Wie die „Kronenzeitung" in ihrer Mittwochausgabe berichtet, soll der Trumauer Bürgermeister und Nationalratsabgeordnete der SPÖ, Andreas Kollross, wegen Körperverletzung angezeigt worden sein.

Die Tageszeitung berichtet über einen Vorfall am Faschingsdienstag, wonach es in einem Café in Trumau zu einem Streit zwischen dem Ortschef und einem anderen Gast gekommen sei. Dieser Gast soll laut dem Bericht Anzeige erstattet und behauptet haben, von Kollross ins Gesicht geschlagen worden zu sein.

„Ich bitte um Verständnis, dass ich in der Angelegenheit derzeit nichts sagen möchte“, so Bürgermeister Kollross zur NÖN. „Ich kann nur so viel sagen, dass es zu keinem Faustschlag kam, wie das kolportiert wurde“, betont er.

Er selbst hat von offizieller Stelle noch nichts über die Ermittlungen erfahren. „Ich wurde über die Anzeige überhaupt noch nicht informiert und auch nicht einvernommen, ich habe nur gehört, dass andere Personen von der Polizei in der Causa befragt wurden“, sagt Andreas Kollross. Ob das an seiner politischen Immunität als Nationalratsabgeordneter liegt, ist unklar.

„Ich überlege natürlich auf meine Immunität zu verzichten, da ich in der Angelegenheit natürlich aussagen möchte um den Vorfall zu klären“, so Kollross. Mehr wollte er aus Rücksicht auf alle Beteiligten derzeit nicht sagen.

In einer ersten Reaktion teilte ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Hermann Fuhrmann  zu der Causa mit, dass es "keine übereilten Vorverurteilungen" geben dürfe. Klar sei aber auch, dass Kollross "von allen politischen Ämtern zurücktreten muss, sollten die Vorwürfe gerichtlich nachgewiesen werden - in der Politik dürfen wir keine Gewalt dulden, im Parlament nicht und an der Spitze einer Gemeinde nicht", sagte Fuhrmann.

Werbung