Abwehr beginnt schon im Angriff. Wolfgang Wallner über den Balance-Akt in Leobersdorf.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 16. Juni 2014 (09:08)

Viel hat schon heuer nicht gefehlt. Das Offensivpotenzial für den Titel hatte Leobersdorf auf jeden Fall. Dass am Ende zehn Punkte auf „Süd“-Meister Breitenau fehlten, liegt vor allem an der Defensivarbeit. Hier hat der ASC nachgelegt – ob die bisherigen Transfers reichen, um die Titelambitionen mit realen Qualitäten zu „unterfüttern“, ist aber fraglich.

Mit Christian Fischbacher (Pottenstein) und Nemere Kovacs hat der ASC zwei solide Abwehrkräfte an Land gezogen. Weit spektakulärer sind allerdings die Zugänge für die „vorderste Front“ – wie etwa jener von Christopher Koch, der in der 2. Landesliga nach wie vor für eine zweistellige Torbilanz gut ist.

Und jener von Daniel Köberl, der in die Spielmacher-Rolle schlüpfen soll. Also jenen Part, den bisher Claudiu Magdalena ausgefüllt hat – mit viel Gutem in der Vorwärtsbewegung, aber wenig Laufbereitschaft nach „hinten“. Köberl wird eine Schlüssel-Position zufallen, um die Balance im Team hinzukriegen.

So abgedroschen die Phrase klingt: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive entscheidet über Titel. Und die Abwehrarbeit beginnt nicht erst bei den Verteidigern, sondern schon im vorderen Bereich. Wenn das die Leobersdorfer umsetzen, ist mit ihnen zu rechnen …