Angst, nicht sichtbar zu sein. über die Aufregung um Zeitpunkt und Anzahl von Wahlplakaten.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 08. Januar 2020 (04:10)

Jetzt ist sie da, die intensive Wahlkampfphase. In manchen Gemeinden konnten es die antretenden Parteien und Listen kaum erwarten, ihre Kandidaten und Sprüche unters Volk zu bringen. Da kann es schon mal vorkommen, dass wie in Ebreichsdorf ein Wahlversprechen um einen Tag nicht eingehalten wird. Es gibt gewiss wichtigere Themen zum Aufregen, allerdings ist das schon bezeichnend für die Glaubwürdigkeit. Der Kampf ums beste Platzerl ist wohl vorrangiger.

Skurril ist die Situation auch in Berndorf, wo bereits in der ersten Jännerwoche alle verfügbaren Plätze mit Wahlplakaten belegt sind, sogar vor Brunnen machen die Wahlwerber nicht Halt. Kein Wunder, dass viele Bürger sauer sind. Ein gänzliches Plakatierverbot ist aber auch keine Lösung. Nur beim Thema Verkehrssicherheit ist Schluss mit lustig. Hier muss darauf geachtet werden, Plakate nicht sichtbehindernd aufzustellen. Weniger ist oft mehr. Aber die Angst, unterzugehen, ist offenbar stärker...