Bürger warten auf Kompromiss. Philipp Kienzl über besorgte Kleingärtner in Kottingbrunn.

Von Philipp Kienzl. Erstellt am 16. Juni 2014 (09:29)
Wie der Blitz hat die Kottingbrunner Schrebergärtner die Nachricht getroffen, dass ihre Grünoasen gleich hinter dem Haus einer Wohnanlage weichen könnten. Verständlich, viele von ihnen haben ihr ganzes Leben hier verbracht und viel Liebe und auch Geld investiert. Dass sie nun auf die Barrikaden gehen, verwundert nicht.

Nun ist die Politik gefordert: Immerhin geht es bei dem geplanten Wohnbau nicht um ein x-beliebiges Großprojekt, sondern um günstige Startwohnungen für junge Menschen. Es ist die Aufgabe unserer Volksvertreter, passende Rahmenbedingungen zu schaffen – für Jung UND Alt. Eine Lösung muss rasch her, idealerweise heuer. 2015 stehen die nächsten Gemeinderatswahlen an.

Es wäre ein schönes Zeichen der Kottingbrunner Gemeindepolitik einen gemeinsamen Schulterschluss zu probieren und im Sinne aller Bürger zu agieren. Damit auf der einen Seite die Schrebergärtner weiterhin in aller Ruhe die Idylle hinterm Haus genießen können und gleichzeitig junge Menschen die Chance erhalten, ein eigenständiges Leben in den eigenen vier Wänden zu führen.