Die Kaserne als Wahl-Munition. Über die Wunschliste der Bürgerliste zur Nachnutzung der Kaserne.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 26. März 2019 (03:07)

Es gibt einige Themen in Baden, die immer wieder aufpoppen, weil sich lange Zeit nichts tut. Neben dem Sauerhof, wo es jetzt endlich ans Konkrete geht, ist es die ehemalige Martinek-Kaserne, die gerne als Wahlkampf-Munition dient. Die Bürgerliste fordert nun die Stadtverantwortlichen auf, auf dem Areal ein Sportzentrum zu errichten. Vorrangig sei für Trenner & Co. jedoch eine militärische Nutzung. Auch ihre alte Forderung nach einem Universitätscampus bleibt aufrecht.

Aber die Initiative wird zum Rohrkrepierer. Alle Forderungen sind so wirksam wie ein Brief ans Christkind. Nicht einmal das Verteidigungsministerium weiß, was mit dem riesigen Areal geschehen soll. In erster Linie strebt es eine Verwertung an. Bevor aber das nicht geklärt ist, hat jede Überlegung keinen Sinn. Obendrein gilt weiter ein 2013 erstellter Leitfaden, den alle Parteien, auch die Bürgerliste und die Gemeinde Sooß, mitgetragen haben: Die künftige Mischnutzung zwischen Wohnen, Arbeiten und Freizeit.