Es geht nur gemeinsam. Über „alleingelassene“ Vereine und Funktionäre.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 30. Juli 2019 (01:35)

Nachdem sich die NÖN zuletzt dem Thema „Vereinssterben“ annahm, gibt es weiterhin viel Diskussionsstoff. Von der Eigenbau- und Jugendspieler-Regelung bis zur Klasseneinteilung: Es gibt viele Themen, welche die Wogen immer wieder hochgehen lassen.

Der NÖ-Fußballverband (NÖFV) hat dabei die schwierige Aufgabe, die Interessen von über 450 Fußballvereinen im Land auf einen Nenner zu bringen, gleichzeitig aber für einen ausgeglichenen und sinnvollen Wettkampf zu sorgen, der im Idealfall die Weiterentwicklung des Sports vorantreibt. Ein Ding der Unmöglichkeit, denn man kann es nie allen recht machen. Wenn man bei den Vereins-Funktionären reinhört, gibt es aber doch ein Thema, bei dem fast Einigkeit herrscht: Man fühlt sich vom Verband „ungehört“ oder gar im Stich gelassen – ein fatales Zeugnis. Denn ein Verband sollte in erster Linie für seine Vereine da sein und nicht nur die Vereine zur Existenz des Verbandes.

Komplexe Lösungen – wie sie ein Spielbetrieb mit so vielen Klubs eben erfordert – mit einem möglichst hohen Zufriedenstellungsgrad können nur gemeinsam erarbeitet werden. Beide Seiten müssen wieder öfter an einen Tisch. Sonst wächst die Frustration – und die Zahl der Freiwilligen und somit jene der Vereine wird weiter sinken.