Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Alexander Wastl über Christoph Monscheins Bundesligatraum.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 18. Mai 2015 (07:56)

Von der Landesliga in die Bundesliga: Wer würde da Nein sagen? Christoph Monschein vom ASK Ebreichsdorf durfte vergangene Woche bei einigen Trainingseinheiten Bundesliga-Luft schnuppern. Der SCR Altach lud ein.

Zunächst einmal Respekt an den Verein aus dem Ländle, der die Scouting-Fühler bis in das östliche Niederösterreich ausstreckt. Doch auch dass Ebreichsdorf den Ausnahmestürmer zum Probetraining ziehen ließ, ist in dieser Phase der Meisterschaft keine Selbstverständlichkeit.

Doch Trainer Goran Djuricin kann sich in seinen Schützling hineinversetzen, würde ihm die Entscheidung womöglich am liebsten abnehmen. Der Ex-Profi ahnt wohl Schlimmes. Monschein führt, wie er selbst sagt, „ein glückliches Privatleben“. Ist beruflich erfolgreich unterwegs, hat mit Ebreichsdorf einen Verein, der ihm zu Füßen liegt. So weit, so gut. Der Ruf eines Bundesligisten birgt aber die Gefahr, die Rationalität auszublenden.

Fakt ist: Als Emporkömmling würde Monschein in Altach keine Unsummen verdienen, müsste Ausbildung und Beruf stehen und liegen lassen. Familie und Freunde bei 500 km Luftlinie? Schwierig, wie auch die Entscheidung selbst. Vielleicht erleichtert sie ein Meistertitel in der 1. Landesliga...