„Gelbes Gold“ weiter fördern. Andreas Fussi über Schwefel und die Bedeutung Badens als Kurstadt.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 24. Juli 2018 (04:46)

Die Stadt Baden wird mit einer Fülle an Attributen in Verbindung gebracht: Kaiserstadt, Biedermeierstadt, Tourismusstadt, Gartenstadt und jetzt auch Fotostadt. Aber im Herzen ist und bleibt Baden eine Kurstadt. Die warmen Schwefelquellen schätzten bereits die Römer, weshalb sie dem Ort den Namen Aquae (deutsch für Bäder) gaben. Die Badender Kureinrichtungen sind nach wie vor der Nächtigungsgarant Nummer Eins. Da ist es gut, dass die Stadt jetzt das Schwefelwassernetz erneuert. Denn das „Gelbe Gold“, wie das Badener Schwefelwasser unter Kennern bezeichnet wird, ist untrennbar verbunden mit der 2.000 Jahre alten Heiltradition.

Mit der erhofften Wandlung der Stadt zur lebendigen Tourismusmetropole geht die Bedeutung des Schwefelwassers zurück. Diesen Schatz zu verstecken wäre töricht. In der Bewerbung Badens darf das Thema Schwefel niemals untergehen. So wie auch das Schwefelwasser in 1.000 Meter Tiefe nicht so schnell versickern wird, das in einem Kreislauf unterhalb Badens fließt und aus 15 Quellen gespeist wird.