Alles ist eine Auslegungssache. Über die schwammige Ausnahme für Spitzensport.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 10. Dezember 2020 (01:33)

Die Bad Vöslau Jags dürfen den Trainings- und Spielbetrieb in der spusu Challenge wieder aufnehmen. Der entsprechende Antrag wurde vom Ministerium durchgewunken. Diese Entscheidung hat zwei Gesichtspunkte. Einerseits ist es natürlich gut für den Sport, andererseits kann zurecht gestritten werden, ob die zweite Liga wirklich unter Spitzensport einzuordnen ist.

Die Akteure sind zu einem überwiegenden Teil Studenten, Schüler und Arbeitnehmer. Also keine Profis, wie es der Begriff Spitzensport nahe legen würde. In der spusu Challenge gibt es auch keine Möglichkeit einen internationalen Startplatz zu holen. Als Minimum-Kriterium wurde der österreichweite Wettbewerb herangezogen, wie schon einige Wochen zuvor in der zweiten Basketball-Liga. Dem Verband, der Liga und den Vereinen ist kein Vorwurf zu machen. Wer eine Chance bekommt, ergreift sie, inklusive regelmäßiger Tests und entsprechendem Konzept. Die Frage ist, ob es dazu die Bezeichnung Spitzensport braucht, oder einfach jede Sportliga spielen darf, die diese Richtlinien umsetzt?