Ambitioniert, nicht blauäugig

über die Traiskirchen Lions und ihre Selbsteinschätzung.

Erstellt am 08. September 2021 | 02:27

Eine Aussage traf die Traiskirchen Lions in der Vorsaison immer wieder wie ein Bumerang. Bei der Kaderpräsentation wurde vom Halbfinale gefaselt. Schon damals war bei nüchterner Betrachtung klar, dass dieses Ziel ziemlich unrealistisch ist, wenngleich nicht unbedingt zu erwarten war, dass die Lions im Vergleich zu den anderen Superliga-Teams dermaßen chancenlos sind, wie sie es unterm Strich dann waren.

Das zum Wunder von Traiskirchen hochstilisierte Relegationsspiel gegen Fürstenfeld war trotz aller Umstände (Coronafälle im Vorfeld) die minimale Schadensbegrenzung einer verkorksten Saison, wenngleich wohl wenige dieser Mannschaft zugetraut hätten, ein zwischenzeitliches zweistelliges Defizit wettzumachen. Die Mannschaft ist nun eine gänzlich neue. Eine, die laut Obmann Ernst Nemeth deutlich mehr Potenzial hat als letzte Saison.

Mag sein, zumindest lassen das die ersten Testspiele gegen Zweitligisten im Ansatz vermuten. Als Ziel gab der Vereinschef die Top Sechs, also die obere Zwischenrunde vor den Play-offs, aus – auch ambitioniert und schwierig, aber nicht ganz so blauäugig wie noch vor einem Jahr.