Auch lernen für die Zukunft. Über das kuriose Tor bei Traiskirchen gegen Stripfing.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 14. Oktober 2020 (01:45)

Das Stripfinger Siegestor in Traiskirchen war Abseits, dass lassen diverse Videos vermuten. Hundertprozentig wird sich die kuriose Szene nie auflösen. Dafür fehlen Kameraperspektiven und kalibrierte Linien. Der wirkliche Aufreger war aber nicht die Abseitsfrage an sich, sondern dass Schiri Franz Ziernwald seinen Assistenten überstimmte. Denn der hob die Fahne. Damit steht ja bereits fest, dass dem Schiedsrichterteam ein Fehler passierte.

So mancher meinte, dass Ziernwald die erhobene Fahne erst so spät realisierte, dass er die „Schussvorlage“ von Sulimani auf Weber als zu bewertende Szene beurteilte – das war definitiv kein Abseits. Sei es, wie es sei. Ziernwald beharrte auf seiner Meinung, das ist okay. Er hat sich öffentlich dazu bekannt, und keiner wird bezweifeln, dass die Szene schwer zu beurteilen war.

Dass sich die Traiskirchner bei anderen Situationen ebenfalls benachteiligt fühlten, ist eine andere Geschichte. Doch die Debatten bringen nichts. Natürlich darf kritisiert und aufgezeigt werden. Doch es gilt in erster Linie die eigenen Fehler auszumerzen: Im Vorfeld besser attackieren, nach dem vermeintlichen Abseits nicht sofort abstellen, in der Schlussphase die Chancen nutzen. Dann ist auch der Unsicherheitsfaktor Schiedsrichter kleiner.