Das Team steht über dem Trainer. Über die Traiskirchner Trainersuche.

Von Dominik Schneidhofer. Erstellt am 29. Juli 2020 (03:45)

Die Nachricht, dass sich Traiskirchen-Trainer Oliver Lederer verändern möchte, kam nicht gerade zu einem idealen Zeitpunkt. Mitten in der Vorbereitung, gerade erst die Corona-Krise gemeinsam überwunden und dabei gewesen, voller Freude dem Saisonstart nach der langen Zwangspause entgegenzublicken. Viele Spieler machten ihren Verbleib oder ihren Wechsel zu Traiskirchen von Lederer abhängig. Keine Frage: Nach einem Lederer, dem es fachlich wie menschlich an nichts fehlte, wird es für jeden Nachfolger schwierig.

Doch wie weitsichtig das Traiskirchner Projekt ausgelegt ist, zeigt sich eben bei jener Suche den vakanten Posten nachzubesetzen. Denn nicht die zusammengestellte Mannschaft soll sich dem neuen Mann fügen, sondern der Trainer soll die Lederer’sche Linie fortführen und zum Team passen. Sinn macht das auf jeden Fall. Zu oft wird im Fußball mit Trainerwechseln purer Aktionismus betrieben. Auf der Strecke bleiben neben den sportlichen Erfolgen oftmals die Leistungen der Spieler.

Den Fehler wird Traiskirchen-Obmann Werner Trost eben nicht machen. Die eingeschlagene Philosophie des Positionsspiels soll in Traiskirchen noch viele Jahre andauern. Egal, wie der neue Trainer am Ende dann auch heißen mag.