Der Bedarf ist sicher gegeben. Über notwendige psychologische Beratung an Schulen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 10. Dezember 2020 (03:45)

Der Corona-Lockdown hat Auswirkungen auf die Schüler. Es ist weniger der fehlende Unterrichtsstoff, der Probleme bereitet, sondern die gewünschte soziale Distanziertheit. Dass sich jetzt große Bildungslücken auftun, die ein Leben lang Schwierigkeiten bereiten werden, ist Unsinn. Der Fernunterricht ist ein probates Mittel und wird meist gut eingesetzt. Problematisch ist eher, dass die Kinder den ganzen Tag vor dem Computer verbringen (müssen) und dabei zwangsläufig den Kontakt zu Gleichaltrigen verlieren. In Coronazeiten ist das erwünscht.

Diese Isolation tut den meisten Kindern aber nicht gut. Da ist es lobenswert, dass Psychologin Barbara Schöbl mit Unterstützung der Stadtgemeinde Baden ein Pilotprojekt initiiert, um den Kindern während ihrer Schulzeit mit regelmäßiger Beratung zur Seite zu stehen. Die traditionelle Schulpsychologie hat nur wenig Ressourcen und war bislang nur ein Tropfen Wasser auf dem heißen Stein. Der Bedarf für psychologische Begleitung der Kinder ist groß.