Die einzigartige Faszination

Über den Mythos Maradona.

Erstellt am 02. Dezember 2020 | 01:45
Lesezeit: 1 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

Genau vor einer Woche schien die Fußballwelt kurz still zu stehen. Diego Maradona verließ den Rasen dieser Welt. Es gab wohl keinen Fußballfan, den der Tod des Jahrhundertfußballers kalt ließ. Kein Wunder: Denn Maradona spaltete die Meinungen.

Sein wohl bestes Spiel – im WM-Viertelfinale gegen England – spiegelt nicht nur sein sportliches Leben wider. Mit der „Hand Gottes“ wurde er für manche zum Buhmann. Durch sein Solo zum Jahrhunderttor für manche zum endgültig besten Spieler aller Zeiten und für manche wohl auch beides. Maradona zeigte uns auf der Weltbühne alle Facetten – die größten Erfolge und das menschliche Scheitern. Stichwort: Drogen, Alkohol und Mafia.

Was aus den NÖN-Gesprächen mit einstigen Gegenspielern sichtbar wurde: Er war sportlich seiner Zeit voraus und in Sachen Vermarktung noch einer vom alten Schlag. Er ließ sich von keinem PR-Berater zurecht schmirgeln und in ein trügerisches Bild eines vermeintlichen Perfektionismus drängen, wie viele Stars heutzutage. Das machte Maradona aus. Und dafür lieben ihn die Massen, egal welche Meinung sie zu ihm eigentlich hatten.